Ein Waldbrand im Lesachtal beschäftigt die Einsatzkräfte seit Donnerstag, dem 23. April 2026, um 21.21 Uhr. Aktuell konnte die Brandfläche auf 110 Hektar eingegrenzt werden, und die Hoffnung auf ein baldiges „Brand aus“ besteht im Laufe dieser Woche. Die Feuerwehr ist weiterhin vor Ort, und es sind zusätzliche Unterstützungskräfte eingeplant.
Am Sonntag, den 26. April 2026, wird ein Feuerwehr-KAT-Zug aus Spittal an der Drau mit 60 Personen im Einsatz sein, während für Montag, den 27. April 2026, KAT-Züge aus St. Veit an der Glan und Feldkirchen mit insgesamt 100 Personen vorgesehen sind. Landeshauptmann Daniel Fellner hat einen Appell an die Arbeitgeber gerichtet, Feuerwehrleute für ihren wichtigen Einsatz freizustellen. Zudem wird vom Land eine Entschädigungszahlung von 200 Euro pro Person und Tag angeboten, die über das Katastrophenschutzreferat abgewickelt wird.
Unterstützung durch verschiedene Organisationen
Der Bund übernimmt die Kosten für Waldbrände ab einer Fläche von 30 Hektar, während das Land Kärnten anbietet, die Mittel vorzustrecken und mit dem Bund abzurechnen. Die Einsatzkräfte setzen sich aus Feuerwehr, Bundesheer, Flugpolizei, Rettungskräften und der Bergrettung zusammen. Bezirkshauptmann Heinz Pansi berichtet erfreulicherweise von keinen Verletzten und dass Gefahren für Leib und Leben abgewendet werden konnten.
Die Anforderungen an die Einsatzkräfte sind jedoch hoch, da die betroffene Fläche groß ist und der Bedarf an Hubschraubern zur Löschung besteht. Diese Möglichkeiten wurden bereits mit dem Bundesheer und der Flugpolizei besprochen. Bisher sind rund 980 Feuerwehrleute im Einsatz, die mit Hubschraubern insgesamt 1,14 Millionen Liter Wasser geflogen haben. Es ist zu erwarten, dass der Brand die Einsatzkräfte noch einige Tage beschäftigen wird, während die Arbeiten am Boden von zwei Flanken aus fortgesetzt werden und die Luftunterstützung weiterhin aktiv bleibt.
Waldbrandgefahr und Präventionsmaßnahmen
Die Waldbrandgefahr nimmt in den letzten Jahren weltweit zu, nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, wo diese Naturkatastrophen insbesondere in den Jahren 2018 und 2019 durch extreme Witterungsverhältnisse und trockene Bedingungen an Bedeutung gewonnen haben. In Deutschland sind Waldbrände in Regionen wie Brandenburg und anderen kontinental geprägten Gebieten eine ernstzunehmende Gefahr. Zündursachen sind oft fahrlässiges Handeln oder Brandstiftung.
Die Ausbreitung von Waldbränden wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die Windgeschwindigkeit und die Löschkapazitäten. Umso wichtiger ist es, die Systeme zur Waldbrandverhütung und die Ausbildung der Einsatzkräfte kontinuierlich zu verbessern. Vorbeugende Maßnahmen wie der Ausbau von Wundstreifen und Wasserentnahmestellen, sowie die Ersetzung alter Feuerwachtürme durch digitale Sensoren, tragen dazu bei, die Sicherheit in gefährdeten Regionen zu erhöhen. Die zunehmende Erderwärmung stellt jedoch eine zusätzliche Herausforderung dar, die die Waldbrandgefahr insbesondere in kritischen Monaten verstärkt.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf daili.at und kaernten.orf.at. Eine vertiefte Analyse über die Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich Waldbrandprävention können Sie auf der Webseite des Umweltbundesamtes nachlesen.