In Waidhofen an der Ybbs, wo die Tradition noch hochgehalten wird, gibt es eine ganz besondere Geschichte. Die Watzinger Schuhe GmbH feiert eine beeindruckende 38-jährige Erfolgsgeschichte. Gegründet von Hans Albert Watzinger, hat sich der Betrieb auf hochwertige Schuhe und orthopädische Lösungen spezialisiert. Doch was passiert, wenn die nächste Generation an die Reihe kommt? Simon und Raphael Watzinger stehen bereit, das Erbe ihres Vaters anzutreten und frischen Wind in den Familienbetrieb zu bringen. Es ist ein bedeutender Schritt, der nicht nur für die Familie, sondern auch für die gesamte Region von großer Bedeutung ist. Hier können Sie mehr über die spannende Übergabe des Unternehmens erfahren.

Die Brüder bringen unterschiedliche Qualifikationen und Erfahrungen mit. So hat Raphael Watzinger 2025 seine Orthopädieschuhmacher-Meisterprüfung erfolgreich abgelegt, nachdem er einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs am WIFI St. Pölten besucht hat. Simon hingegen kann auf mehr als zwölf Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Er hat die HAK-Matura abgeschlossen, den Beruf des Orthopädieschuhmachers gelernt und eine Weiterbildung in Podologie in Holland absolviert. Gemeinsam kombinieren sie traditionelles Handwerk mit modernem Know-how. Das ist ganz wichtig, denn in einer Branche, die so stark von Tradition geprägt ist, ist es entscheidend, auch die modernen Bedürfnisse der Kunden zu verstehen und zu erfüllen.

Herausforderungen der Betriebsübergabe

Die Übergabe eines Familienbetriebs ist nicht immer einfach. In vielen Branchen, etwa im Bereich Sanitätshäuser und Orthopädie-Schuhtechnik, stehen Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen. Laut dem KfW-Gründungsmonitor gibt es in Deutschland zwar viele Neugründungen, doch Betriebsübernahmen sind rar. Ein Mangel an Fachkräften und geeigneten Nachfolgern ist ein häufiges Problem. In den kommenden Jahren werden über 125.000 Familienbetriebe in Deutschland Nachfolgefragen klären müssen, da viele Firmeninhaber 55 Jahre oder älter sind. Die Situation wird durch den bevorstehenden Altersübergang vieler Unternehmer zusätzlich verschärft.

Diese Herausforderungen sind nicht nur ein deutsches Phänomen. Auch in Österreich sind viele Unternehmen von der Nachfolgeproblematik betroffen. Die Watzinger Schuhe GmbH ist hier keine Ausnahme. Der erfolgreiche Übergang ist entscheidend für die langfristige Existenz des Betriebs. Es gibt drei Hauptwege für einen Betriebsübergang: die Übernahme innerhalb der Familie, innerhalb des Betriebs oder durch externe Personen. Die internen Lösungen sind oft die bevorzugte Wahl, da sie Kontinuität und Vertrautheit gewährleisten.

Die Rolle der Mitarbeiter

Bei Watzinger wird diese Tradition großgeschrieben. Unterstützung erhalten die Brüder von Fachverkäuferinnen wie Barbara Dichlberger und Heidi Zöchling, die über langjährige Expertise verfügen. Diese Kombination aus Erfahrung und frischem Wind ist für den Betrieb von unschätzbarem Wert. Die individuelle und kompetente Beratung, die das Unternehmen seinen Kunden anbietet, wird weiterhin ein zentrales Element sein. Es geht nicht nur um das Produkt, sondern auch um die Menschen, die dahinterstehen.

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In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, sich frühzeitig um die Nachfolgeplanung zu kümmern. Experten raten dazu, den Unternehmenswert zu ermitteln und rechtzeitig Beratungen in Anspruch zu nehmen. Die Watzinger Schuhe GmbH ist auf dem richtigen Weg. Hans Albert Watzinger bleibt vorerst für podologische Einlagen auf Terminbasis verfügbar, während Margit Watzinger nun in ihrer Pension neue Wege geht. Die nächste Generation hat das Ruder in der Hand, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich der Betrieb in den kommenden Jahren entwickeln wird.