Kunst im Dialog: Jugendliche gestalten die Zukunft der Oststeiermark
In der kleinen Stadt Weiz hat ein spannendes Kunstprojekt seinen Höhepunkt erreicht. Das Projekt „laut.stark für die Oststeiermark“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Perspektiven junger Menschen im öffentlichen Raum kreativ auszudrücken. Organisiert von der Regionalentwicklung Oststeiermark und Julia Inderster von Streetwork Weiz, wurde das Finale dieses Projekts kürzlich gefeiert. Die Ergebnisse sind eindrucksvoll: Sechs Wandkunstwerke wurden in verschiedenen Städten der Oststeiermark realisiert, darunter Hartberg, Gleisdorf, Passail, Sinabelkirchen und natürlich Weiz.
Von März bis Juli 2026 haben Jugendliche in Workshops Ideen entwickelt und diese künstlerisch umgesetzt. Jede Wand erzählt dabei ihre eigene Geschichte und spiegelt die Themen wider, die den Jugendlichen am Herzen liegen. So entstand beispielsweise eine Außenwand im Garten von Streetwork Weiz, die in Zusammenarbeit mit einer Schulklasse des BG/BRG Weiz gestaltet wurde. Hier ging es um die Verbindung zum Naturraum – ein wichtiges Thema für die jungen Künstler.
Die Wandkunstwerke im Detail
Die Wandgestaltungen bereichern den Jugendreport Oststeiermark 2026, der im November erscheinen wird. Die Kunstwerke sind nicht nur in Weiz, sondern auch in anderen Orten der Oststeiermark zu finden. Dazu zählen unter anderem die Wand im Jugendraum Sinabelkirchen, die Wand in den Räumlichkeiten von Streetwork Hartberg, sowie zwei Außenwände gegenüber dem Jugendzentrum AUSZEIT in Gleisdorf, die gemeinsam mit Schülern der MS Gleisdorf und des BG/BRG Gleisdorf entstanden sind. Auch am Parkdeck in Passail, wo der Jugendraum Passail aktiv mitgewirkt hat, gibt es ein neues Kunstwerk. Diese Initiativen sind nicht nur kreative Ausdrucksformen, sie fördern auch die Identifikation der Jugendlichen mit ihrer Gemeinde und stärken die Teamarbeit und Eigenverantwortung.
Die Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Jugendzentren war ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Unter der fachlichen Anleitung von Künstlerin Susanna Katter konnten die Jugendlichen aktiv gestalten und ihre Stimmen hörbar machen. Die Kunstwerke werden dauerhaft im öffentlichen Raum erhalten bleiben und sind somit ein bleibendes Zeugnis der kreativen Energie der jungen Leute.
Ein Zeichen für die Zukunft
Das Projekt „laut.stark für die Oststeiermark“ ist Teil einer größeren Initiative, die die politische Beteiligung junger Menschen fördern möchte. Das Bundesjugendministerium setzt sich dafür ein, dass Jugendliche gleichwertig in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Dabei wird auch ein Augenmerk auf die Entwicklung einer digitalen Beteiligungsplattform gelegt, die ab dem zweiten Quartal 2026 zur Verfügung stehen soll. Dies zeigt, dass die Stimmen der jungen Generation nicht nur im Kunstbereich, sondern auch in der politischen Landschaft gehört werden sollen.
In diesem Sinne ist das Kunstprojekt in Weiz mehr als nur eine Sammlung von Wandbildern. Es ist ein Ausdruck des Wunsches der Jugendlichen, gehört und gesehen zu werden – ein Schritt in die richtige Richtung, um den Dialog über die Zukunft der Region zu fördern. Die Kunstwerke stehen für die vielfältigen Perspektiven und Anliegen der Jugend in der Oststeiermark und laden alle ein, darüber nachzudenken, wie wichtig ihre Stimmen sind.
