Höhenrettung: Wenn der Nervenkitzel zum Alltag der Feuerwehr wird
In der beschaulichen Gemeinde Eberstalzell im Bezirk Wels-Land war die Feuerwehr kürzlich im nächtlichen Einsatz. Gegen Mitternacht ertönte der Alarm mit dem Einsatzbegriff „Unterstützung Rettungsdienst“. Zunächst war die genaue Lage des Geschehens unklar, was den Einsatzkräften sicherlich ein wenig Nervenkitzel bescherte. Nach rund 20 Minuten konnte man jedoch Entwarnung geben und die Situation unter Kontrolle bringen.
Die Feuerwehr Eberstalzell ist nicht nur im Ernstfall gefordert, sondern investiert auch in die Weiterbildung ihrer Mitglieder. Drei Kameraden nahmen an einem einwöchigen Höhenretter-Lehrgang in Linz teil, um ihre Grundausbildung zu vervollständigen und ihr Wissen für den Ernstfall zu festigen. Dort lernten sie nicht nur das Abseilen aus schwindelerregenden Höhen, sondern auch, wie man in Spezialfällen, wie etwa der Rettung aus Liften oder engen Schächten, richtig reagiert. Diese intensive Ausbildung schloss auch den Aufbau einer Schrägseilbahn vom 60 Meter hohen Funkturm ein – da kommt schon ein gewisses Kribbeln auf!
Die Herausforderungen der Höhenrettung
Höhenrettung ist ein wichtiges Aufgabengebiet der Feuerwehren und verlangt ein hohes Maß an speziellen Kenntnissen und Fertigkeiten. Wenn herkömmliche Mittel nicht ausreichen oder in einsturzgefährdeten Bereichen gearbeitet werden muss, wird es richtig herausfordernd. Die Aufgaben sind vielseitig: vom Retten aus großen Höhen, wie Dächern und Brücken, bis hin zur Bergung von verletzten oder verstorbenen Personen und Tieren. Auch die medizinische Erstversorgung unter schwierigen Bedingungen gehört dazu. Ein wahres Multitalent ist da gefragt!
Die Ausbildung zum Höhenretter ist umfangreich. Sie umfasst mehrere Module über Wochen und Monate, in denen Grundlagen, Seiltechniken und Rettungstechniken vermittelt werden. Ein ganzes Arsenal an Spezialausrüstung wird benötigt, darunter Klettergurte, Helme und Abseilgeräte. Die Feuerwehr Eberstalzell sucht derzeit neue Höhenretter, um die Einsatzbereitschaft auch in Zukunft sicherzustellen. Interessierte sollten jedoch absolute Schwindelfreiheit, Teamfähigkeit und die Fähigkeit zum sauberen, genauen Arbeiten mitbringen. Falls Sie sich angesprochen fühlen, wenden Sie sich an die Kontaktperson Joe Steinmair oder Kommandant Eder Christoph.
In der Vereinsstruktur der Feuerwehr zeigt sich, wie wichtig der Austausch zwischen den verschiedenen Stützpunkten in Oberösterreich ist. Diese Zusammenarbeit ist essenziell, um im Einsatzfall bestmöglich agieren zu können. Die Herausforderungen der Höhenrettung sind nicht zu unterschätzen, aber mit gut ausgebildeten und motivierten Kameraden kann man auch die höchsten Hürden meistern.
