Am 5. Mai wird weltweit der Lungenhochdruck-Tag begangen, um auf die ernsthaften Auswirkungen der pulmonalen Hypertonie (PH) aufmerksam zu machen. Diese fortschreitende und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung kann Menschen jeden Alters, einschließlich Kinder, betreffen. Unbehandelt führt PH zu einer Überlastung des Herzens, die häufig in Herzversagen mündet. Der Verein PH Austria setzt sich aktiv dafür ein, die Öffentlichkeit über die Krankheit zu informieren und fordert dringend eine schnellere Diagnostik und besseren Zugang zu spezialisierten Therapien.

Die Auswirkungen von Lungenhochdruck sind besonders gravierend für betroffene Kinder. Diese haben oft massive Einschränkungen im Alltag, können beispielsweise keinen Sport treiben, nicht toben und häufig nicht zur Schule gehen, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen. Unterstützer Klaus Eberhartinger hebt hervor, dass kranke Kinder oft nur einen Traum haben und auf ein besseres Leben hoffen. Maleen Fischer, die im Kleinkindalter die Diagnose erhielt, erzählt, dass sie noch nie schwimmen war und dass ihr Alter von 30 Jahren früher kaum für möglich gehalten wurde.

Diagnose und Behandlung von Lungenhochdruck

Lungenhochdruck charakterisiert sich durch einen erhöhten Druck im kleinen Lungenkreislauf, während der Druck im großen Körperkreislauf normal sein kann. Die Symptome sind vielfältig und beinhalten Leistungsschwäche, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, sowie Brustenge und Herzklopfen. Die Diagnose wird oft verzögert, da Symptome wie Müdigkeit und Kreislaufschwäche häufig fehlinterpretiert werden. Die durchschnittliche Diagnosezeit liegt bei über zwei Jahren, was von Gerald Fischer, dem Obmann der PH Austria, als inakzeptabel angesehen wird.

Die Behandlungsmöglichkeiten für PH haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich verbessert. Es wird zwischen mehreren Gruppen von pulmonaler Hypertonie unterschieden, basierend auf den Ursachen. Dazu gehören:

  • Gruppe 1: Pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) – enge und verstopfte Lungenarterien, entweder erblich oder durch andere Krankheiten verursacht.
  • Gruppe 2: Pulmonale Hypertonie infolge einer Linksherzerkrankung.
  • Gruppe 3: Pulmonale Hypertonie bei Lungenerkrankungen wie COPD oder Lungenfibrose.
  • Gruppe 4: Chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) – verursacht durch unzureichende Auflösung von Blutgerinnseln.
  • Gruppe 5: Andere Ursachen.

Bei der Diagnose kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, darunter Blutuntersuchungen, EKGs, Echokardiografien und gegebenenfalls auch Rechtsherzkatheteruntersuchungen. Bei der Behandlung wird versucht, die Grunderkrankung zu adressieren und spezifische Medikamente bei schwerem Hochdruck einzusetzen.

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Öffentliche Awareness und Unterstützung

Anlässlich des kommenden Welt-Lungenhochdruck-Tages werden das Ars Electronica Center in Linz und das Wiener Riesenrad in den Vereinsfarben beleuchtet, um das öffentliche Bewusstsein zu stärken. Diese Beleuchtung in Blau symbolisiert die typischen blauen Lippen von PH-Betroffenen aufgrund von Sauerstoffmangel im Blut. Die PH Austria engagiert sich für den Zugang zu innovativen Therapien und fordert auch eine faire Vergabe von Sozialleistungen an die Patienten.

Zusätzlich bietet der Verein zahlreiche nützliche Services für Betroffene an, darunter die Förderung von Selbsthilfegruppen und Rehabilitationsmaßnahmen. Physische Aktivitäten sind wichtig und stehen im Kontrast zu früheren Empfehlungen zur Bettruhe. Schätzungen zufolge haben rund 1% der Weltbevölkerung lungenhochdruckbedingte Beschwerden, was die Notwendigkeit unterstreicht, mehr Aufmerksamkeit und Forschung in diesem Bereich zu investieren.

Die wichtige Arbeit von Organisationen wie der PH Austria und die Aufklärung über die Krankheit sind entscheidend, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und eine schnellere Diagnostik zu ermöglichen. Die kontinuierliche Forschung und die Entwicklung neuer Therapien bleiben unerlässlich, um den Herausforderungen der pulmonalen Hypertonie besser begegnen zu können.

Für weitere Informationen zur Erkrankung und ihren Behandlungsmöglichkeiten besuchen Sie bitte Apotheken Umschau oder die European Lung Foundation.