Falsches Geld, echte Gefahr: Wien im Fadenkreuz der Fälscher
In den letzten Monaten sorgte ein krimineller Vorfall in Wien für Aufsehen. Die Polizei hat eine erneute Öffentlichkeitsfahndung nach einem Mann eingeleitet, der seit Ende März 2026 in der Bundeshauptstadt mit Falschgeld unterwegs ist. Die Vorfälle ereigneten sich an verschiedenen Orten, darunter die Mariahilfer Straße, der Fleischmarkt und die Kärntner Straße. Besonders dreist: Der Täter gab vor, Waren geringen Wertes kaufen zu wollen, und übergab zunächst eine echte 100-Euro-Banknote.
Doch dann kam der Trick. Der Mann täuschte vor, mit Kleingeld bezahlen zu wollen, ließ sich die Banknote zurückgeben und tauschte sie unbemerkt gegen eine Fälschung aus. So schnappte er sich den Differenzbetrag in bar. Die Polizei hat in der Zwischenzeit bereits Lichtbilder des Tatverdächtigen veröffentlicht, um der Sache auf den Grund zu gehen. Am 2. und 10. September 2026 wiederholte der Täter seinen Modus Operandi in einer Confiserie und einem Eisgeschäft. Wer sachdienliche Hinweise hat, kann sich unter der Telefonnummer 01-31310-62800 an das Landeskriminalamt Wien wenden.
Falschgeld: Ein ernstes Problem
Falschgeld ist nicht nur ein Ärgernis, sondern ein ernsthaftes Problem, mit dem sich die Polizei und das Bundeskriminalamt (BKA) in Österreich regelmäßig auseinandersetzen. Das BKA ist die zentrale Anlaufstelle für Falschgelddelikte und unterstützt die Landeskriminalämter (LKA) bei ihren Ermittlungen. Es gibt sogar spezielle Bargeldspürhunde, die darauf trainiert sind, Falschgeld aufzuspüren. Die Sicherheit der Bürger steht dabei an oberster Stelle.
Die Ermittlungen sind oft komplex und erfordern einen ständigen Austausch von Informationen zwischen den verschiedenen Behörden. Das BKA informiert die LKAs über neue Trends und Best-Practice-Fälle, um die Sicherheit des Bargeldverkehrs zu gewährleisten. In den letzten Jahren hat Österreich zudem eine führende Rolle im Bereich des Online-Falschgeldhandels eingenommen. Hier ist Wachsamkeit gefragt!
Prävention und Tipps
Wer Falschgeld weitergibt, macht sich strafbar – das ist eine klare Botschaft. Auch für den Umgang mit Falschgeld gibt es einfache Methoden: Die „Fühlen-Sehen-Kippen“-Methode wird empfohlen, um die Sicherheit von Euro-Banknoten zu überprüfen. Anhand von Sicherheitsmerkmalen wie dem Wasserzeichen oder dem Hologrammstreifen können Bürger selbst schnell erkennen, ob ein Geldschein echt oder gefälscht ist.
Die Haftstrafen für Geldfälscher können zwischen einem und zehn Jahren betragen, bei der Weitergabe und dem Besitz von Falschgeld drohen bis zu fünf Jahre. Es ist also ratsam, bei Verdacht auf Falschgeld sofort die Polizei zu informieren und das mutmaßliche Falschgeld abzugeben. Die Sicherheitsbehörden sind darauf angewiesen, dass die Bevölkerung aufmerksam bleibt und verdächtige Vorfälle meldet.
Wien hat in den letzten Monaten gezeigt, dass man mit Falschgeld rechnen muss. Die Fahndung nach dem Unbekannten ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit im Bargeldverkehr wiederherzustellen. In der Zwischenzeit heißt es für alle: Augen auf, wenn es um Geld geht!
