Ein besonderes Event steht in Wien-Brigittenau bevor: Der Soundspaziergang Nordwestbahnhof am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, von 16 bis 18 Uhr. Diese Veranstaltung ist nicht nur eine Gelegenheit, frische Luft zu schnappen, sondern auch, um die spannenden Veränderungen und die Zukunft des Stadtentwicklungsgebiets Nordwestbahnhof zu erkunden. Der Startpunkt ist bei der Station 1, dem GBStadtteilmanagement in der Nordbahnstraße 14, 1020 Wien, und der Weg führt bis zum Museum Nordwestbahnhof.

Teilnehmerinnen dürfen sich auf interessante Interviews mit Expert*innen freuen, die über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Gebiets sprechen. Es wird um die Bedeutung des ehemaligen Bahnhofs gehen, der sich in einer Übergangszeit befindet, um Grünräume, Mobilität, Energie, Bildung und das zukünftige Stadtteilleben. Und das Beste? Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! Jeder kann einfach vorbeikommen und mitmachen.

Ein Blick auf den Nordwestbahnhof

Der Nordwestbahnhof ist mit seinen 44 Hektar das letzte große innerstädtische Entwicklungsgebiet in Wien. Das Gelände, das früher als Güterumschlagplatz diente, liegt zwischen Donau und Donaukanal, in der Nähe des Augartens. Hier sollen bis 2035 rund 6.500 Wohnungen für etwa 16.000 Menschen sowie 4.700 Arbeitsplätze entstehen. Ziel ist es, ein klimafreundliches und sozial durchmischtes Wohn- und Arbeitsviertel zu schaffen. Ein positiver Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung liegt bereits seit Januar 2024 vor, und im März 2024 wurde der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan im Gemeinderat beschlossen.

Die erste Umsetzungsphase sieht Wettbewerbe für einen Bildungscampus, Gemeindebauten und Grünräume vor. Geplant ist, dass der Baubeginn für den Bildungscampus 2026 erfolgt und die Fertigstellung 2028 anvisiert wird. Auch die ersten Wohnbauten sollen 2027 starten. Bis 2028 sollen die Abbrucharbeiten am Areal abgeschlossen sein. Übrigens: Ein Informationszentrum, das STADTRAUM, bietet spannende Ausstellungen und digitale Modelle zur Planung an.

Die Vision für die Zukunft

Ein Highlight wird die „Grüne Mitte“ sein, ein 10 Hektar großer Freiraum mit Geh- und Radwegen. Zudem wird die ehemalige Zulaufstrecke der Nordwestbahn in einen Highline-Park umgebaut. Um die Umwelt zu schonen, erfolgt der Abtransport von Materialien beim Abbruch größtenteils über die Schiene – das reduziert den Lkw-Verkehr. Und das sind nur einige der vielen Pläne, die zur Realisierung stehen!

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Die Entwicklung des Nordwestbahnhofs ist auch im Kontext der nachhaltigen Stadtentwicklung zu sehen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert einen integrierten Ansatz, der alle städtischen Akteure einbezieht – von der Zivilgesellschaft über die Politik bis hin zur Wirtschaft und Wissenschaft. Ziel ist es, die Entwicklungspotenziale der Städte für den globalen Klima- und Umweltschutz zu nutzen und soziale sowie wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern.

Der Soundspaziergang ist also nicht nur eine Erkundungstour, sondern auch ein Teil eines größeren Plans, der die Lebensqualität in Wien steigern soll. Wer Interesse an Stadtentwicklung hat, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen!