Heute ist der 11.10.2026, und in Wien-Favoriten gibt es Aufregung um einen Artikel, der aus Wikipedia gelöscht wurde – und das betrifft Radio Roshen, ein ganz besonderes Internetradio. Der Fall wirft nicht nur Fragen zur Relevanz des Senders auf, sondern auch zur Neutralität von Wikipedia selbst. Immerhin hatte das Radio, das sich als Obdachlosenradio versteht, eine breite Palette an Eigenproduktionen im Programm. Man könnte sagen, es ist ein Stückchen Stimme für die, die oft nicht gehört werden. Aber die Löschung des Artikels hat viele aufgeschreckt.

Der Löschgrund? Fehlende terrestrische Ausstrahlung. Das klingt erst einmal nach einem harten Brocken. Der Administrator, der den Artikel entfernt hat, hat argumentiert, dass Radio Roshen nicht den Standards genügt, die für die Aufnahme in die Enzyklopädie nötig wären. Doch das wirft Fragen auf: Ist die Relevanz von Internetradios wie Radio Roshen wirklich geringer als die von klassischen UKW-Sendern? Schließlich erreichen Internetradios ihre Hörer über das Internet und bieten oft eine größere Vielfalt. Radio Roshen ist rund um die Uhr unter www.radioroshen.eu erreichbar und hat eine ganze Menge an Formaten zu bieten, unter anderem Musik, Predigten und gesellschaftliche Beiträge.

Ein Sender mit Herz

Gegründet in Wien, trägt Radio Roshen den Namen des Trägervereins „Living Hands – Familienorientierte Christliche Urgemeinde“, die im Jahr 2008 ins Leben gerufen wurde. Der Obmann und Gründer, Hans-Georg Peitl, hat sich nicht nur der Musik verschrieben, sondern auch dem geistlichen Wohlergehen der Menschen. Man könnte sagen, er hat eine Mission. Peitl, der auch als Seniorpastor aktiv ist, fördert soziale Projekte und ist darüber hinaus Leiter des Instituts für Christliche Forschung in Bulgarien. Ein Mann mit vielen Hüten, der sich für die Menschen einsetzt, die oft am Rand der Gesellschaft stehen.

Im Programm von Radio Roshen finden sich Künstler wie Gemini 2000 und Trio H.A.S., und das Moderationsteam, angeführt von Anton Polacek, sorgt dafür, dass die Hörer auch mit Wetter- und Verkehrsinformationen versorgt werden. Das Radio hat auch ein Internetforum mit etwa 45.000 registrierten Benutzern, was zeigt, dass die Community aktiv ist – auch wenn nicht alle Nutzer regelmäßig teilnehmen. So entsteht ein Raum, in dem Menschen sich austauschen und vernetzen können.

Die Debatte um die Relevanz

Die Diskussion über die Löschung des Wikipedia-Artikels hat nicht nur den Autor auf den Plan gerufen, der die Neutralität und die Faktenlage anprangert, sondern auch die allgemeine Wahrnehmung von Internetradios in der Gesellschaft. Es gibt ein gewisses Unbehagen darüber, dass die Bewertung neuer Medienformen, vor allem solcher, die soziale Belange behandeln, oft durch alte Maßstäbe geschieht. Der Autor hat sogar eine Beschwerde im Rahmen des Digital Services Act eingereicht, um auf die Notwendigkeit einer sachlichen Prüfung hinzuweisen.

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Das interessante daran ist, dass Internetradios wie Radio Roshen eine wichtige Rolle in der Medienlandschaft spielen. Sie bieten nicht nur eine Plattform für Musik und Unterhaltung, sondern auch für gesellschaftliche Themen, die oft unter den Tisch fallen. Während die Zahlen für Internetradios in den letzten Jahren gestiegen sind, bleibt die Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit oft hinter den Möglichkeiten zurück. Viele Menschen haben mittlerweile Zugang zu Streaming-Diensten, und das Internet hat den Zugang zu einer breiten Palette von Inhalten revolutioniert.

Radio Roshen zeigt, wie wichtig es ist, dass auch die Stimmen der weniger privilegierten Gruppen in unserer Gesellschaft Gehör finden. Die Relevanz des Senders könnte also nicht nur auf die Frage der terrestrischen Ausstrahlung reduziert werden. Vielleicht ist es an der Zeit, dass auch Wikipedia das erkennt und die Vielfalt der Medienformate wertschätzt. Die Debatte um die Löschung des Artikels ist also mehr als nur ein Streit um Fakten – sie ist ein Hinweis darauf, wie wir als Gesellschaft mit Medien umgehen und welche Stimmen wir hören lassen wollen.