Vorsicht, Betrug im Anmarsch: So schützen Sie sich vor perfidem „Smishing“ in Österreich
Heute ist der 25.09.2026, und in Wien-Penzing sorgt eine aktuelle Betrugsmasche für Aufregung. Dagmar S. erhielt vor Kurzem eine dringende WhatsApp-Nachricht, die besagte, dass ihre FinanzOnline-ID bald ablaufen würde. Ein typischer Schockmoment, oder? Sie ignorierte den Link, der in der Nachricht enthalten war. Doch zwei Tage später meldete sich der vermeintliche Absender erneut und schickte eine weitere Nachricht mit einer drängenden Aufforderung. Dagmar hatte ein ganz schlechtes Gefühl dabei und vermutete, dass hier ein Betrugsversuch am Werk war.
Neugierig, aber vorsichtig, wählte sie die angegebene Nummer. Komisch, denn es handelte sich um eine heimische Handynummer, doch der Anschluss war nicht erreichbar. Als ihr beim zweiten Kontakt auffiel, dass die erste Nachricht bereits gelöscht war, wurde ihr klar, dass sie es hier mit etwas sehr Unheimlichem zu tun hatte. Sie warnte daraufhin die Öffentlichkeit vor diesem Betrugsversuch, der nicht neu ist, aber anscheinend eine neue Welle von Kriminalität ausgelöst hat. Die Polizei hatte bereits vor einem Jahr vor einem ähnlichen Trick gewarnt, und Dagmars Erfahrung zeigt, dass derartige Warnungen nicht ernst genug genommen werden können.
Risiken und Gefahren
Wer den gefährlichen Link anklickt, der setzt sein Online-Banking aufs Spiel. Nach dem Aktivieren des Links werden die Opfer häufig von Betrügern angerufen und zur Installation einer Fernzugriffs-Software aufgefordert. Ein besonders krasses Beispiel: Ein Opfer verlor im November des Vorjahres mehr als eine halbe Million Euro durch diesen Betrug. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat ebenfalls vor gefälschten SMS- und WhatsApp-Nachrichten gewarnt, die Nutzer dazu bringen wollen, ihre FinanzOnline-ID zu erneuern.
Das BMF macht deutlich, dass solche Nachrichten und Webseiten absolute Fälschungen sind. Der Appell an die Bürger ist klar: Gebt niemals persönliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen preis! Wer solche Nachrichten erhält, sollte sie sofort löschen und auf keinen Fall Links oder Dateien anklicken. Auch die Sicherheitsbehörden sprechen von einer neuen Welle des „Smishing“ (SMS-Phishing), bei der hohe Schadenssummen im Raum stehen. Es ist wirklich alarmierend, wie ausgeklügelt die Tricks der Internetbetrüger geworden sind.
Wie man sich schützen kann
Ein paar einfache Maßnahmen können helfen, sich zu schützen. Zum Beispiel: Überprüfen Sie immer die Adressleiste im Browser. Seriöse Anbieter werden niemals vertrauliche Zugangsdaten per E-Mail abfragen. Speichern Sie häufig besuchte Login-Seiten in Ihrer Favoritenliste und klicken Sie nicht auf Links in dubiosen E-Mails. Falls Sie unsicher sind, fragen Sie beim Anbieter direkt nach, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!
Und noch ein wichtiger Tipp: Geben Sie persönliche Daten nur auf der gewohnten Online-Banking-Website ein. Achten Sie darauf, dass die Webseite verschlüsselt ist – erkennbar an einem „https://“ in der Adresszeile. Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Programme aktuell und aktivieren Sie eine Firewall. Auch Ihre Antivirus-Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Weitere Informationen zum Schutz vor Phishing finden Sie im Sicherheitskompass der Polizei und des BSI.
Es ist wirklich erschreckend, wie kreativ Betrüger im Internet sind. Aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit und Vorsicht kann man sich weitgehend schützen. Seien Sie wachsam und bleiben Sie sicher!
