In Wien hätte dieser Mittwoch ein musikalisches Highlight werden sollen. Christopher Cross, die Grammy-legende, war für ein Konzert in der Raiffeisen Halle des Wiener Gasometers angekündigt. Doch die Freude auf seinen Auftritt wurde jäh enttäuscht, als der Veranstalter die Absage bekannt gab. Es stellt sich heraus, dass Cross aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht in der Lage ist, aufzutreten. Auf Facebook erklärte der Künstler, dass er sich von einer Erkrankung noch nicht erholt habe und bereits kürzlich ein Konzert in Budapest absagen musste. Ein echter Schlag für all jene, die sich auf die Rückkehr des Ausnahmetalents gefreut hatten.

Christopher Cross ist keine Unbekannte in der Musikszene. 1980 gewann er mit seinem Debütalbum nicht weniger als fünf Grammys, darunter die prestigeträchtigen Auszeichnungen für Album und Song des Jahres mit seinem Hit „Sailing“. Er war der erste Künstler, der in den „Big Four“ der Grammys triumphierte, also in den Kategorien, die die größten Erfolge eines Musikers honorieren. Mit über zehn Millionen verkauften Alben hat er sich einen festen Platz in den Herzen seiner Fans erobert. Zudem schrieb er gemeinsam mit Burt Bacharach den Oscar-prämierten Song „Arthur’s Theme“, der sich als echter Ohrwurm entpuppte. Seine Musik fand auch in TV-Serien wie „Growing Pains“ ihren Platz, wofür er eine Emmy-Nominierung erhielt. Nach einer langen Pause während der Pandemie kehrte Cross vor wenigen Jahren wieder auf die Bühne zurück.

Ein Blick auf die Karriere

Die Anfänge von Christopher Cross waren alles andere als gewöhnlich. Er startete seine Karriere in einer Hard-Rock-Cover-Band namens Flash in Austin, bevor er 1978 seinen Plattenvertrag als Solomusiker erhielt. Der Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten: Mit seiner ersten Single „Ride Like the Wind“ stürmte er im Frühjahr 1980 auf Platz 2 der US-Charts und legte damit den Grundstein für eine beeindruckende Karriere. Die zweite Single, „Sailing“, katapultierte ihn sogar auf die Spitze der Charts und wurde zu einem seiner Markenzeichen.

1981 war für Cross ein Jahr des Triumphs. Er gewann gleich vier Grammys, als bester neuer Künstler, für die beste Single und das beste Album. In der gleichen Nacht, in der er die Auszeichnungen entgegennehmen konnte, setzte er sich gegen Größen wie die Pretenders, Pink Floyd und Frank Sinatra durch. Diese Erfolge führten allerdings auch zu einer Welle von Missgunst. Viele waren der Meinung, er sei nicht so talentiert wie die Konkurrenz. Doch das hielt ihn nicht auf. Im Jahr darauf folgte mit „Arthur’s Theme“ sein zweiter Nummer-eins-Hit, der ihm zudem einen Oscar einbrachte.

Die Herausforderungen des Ruhms

Nach dem Erfolg von „Another Page“ im Jahr 1983, das in Deutschland sogar eine goldene Schallplatte erhielt, ging es für Cross jedoch bergab. Trotz einiger Singles, die erfolgreich waren, konnte er nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. Die Gründe für den nachlassenden Erfolg sind vielfältig: Die hohen Erwartungen und die veränderten Musikgeschmäcker, insbesondere mit dem Aufkommen von MTV, spielten eine entscheidende Rolle. Sein drittes Album, „Every Turn of the World“, war kommerziell enttäuschend, und das vierte Album schaffte es gar nicht in die Charts. Dennoch blieb Cross aktiv und fand neue Wege, seine Musik zu präsentieren, insbesondere auf dem asiatischen Markt und in Deutschland.

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Im Jahr 2020 wurde Cross von COVID-19 schwer getroffen und litt an einem Guillain-Barré-Syndrom, das ihn vorübergehend lähmte. Doch die Leidenschaft zur Musik ließ ihn nicht ruhen. Er tourte weiterhin und veröffentlichte neue Alben, und in den Jahren 2021 und 2022 feierte er sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Die Fans hoffen, dass er bald wieder auf die Bühne zurückkehren kann, um mit seiner Musik zu begeistern und die alten Zeiten aufleben zu lassen.

Die Absage seines Konzerts in Wien hinterlässt ein Gefühl der Enttäuschung. Christopher Cross bleibt jedoch eine faszinierende Figur in der Musikwelt, die in ihrer Karriere Höhen und Tiefen erlebt hat. Die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Künstlers bleibt bestehen, und die Fans können es kaum erwarten, wieder in den Genuss seiner zeitlosen Melodien zu kommen. Wer mehr über die Hintergründe und die Karriere von Christopher Cross erfahren möchte, kann sich auf oe24.at informieren oder einen Blick auf seine Wikipedia-Seite werfen.