Heute ist der 22.05.2026 und in Wien brodelt es. Die Aktivisten von „Fridays for Future“ haben erneut ihre Stimmen erhoben und mobilisieren für eine große Klimademonstration. Unter dem Motto „Geld für Zukunft statt fossile Steuergeschenke“ fordern sie ein Umdenken in der Klimapolitik. Der Startschuss für diese eindrucksvolle Demo fällt um 15.30 Uhr am Schwarzenbergplatz, von wo aus der Demozug durch die Innenstadt bis zum Maria-Theresien-Platz führen wird. Dort ist eine Abschlusskundgebung für 18 Uhr geplant. Die Protestierenden wollen nicht nur auf die Missstände hinweisen, sondern kritisieren auch das geplante Doppelbudget der Bundesregierung bis 2029, das Einsparungen bei Klimaschutzmaßnahmen und massive Förderungen für fossile Energien vorsieht.
Was die Zahlen betrifft, die die Aktivisten anführen, so ist das keine Kleinigkeit. Jährlich fließen rund 5,7 Milliarden Euro in Subventionen für fossile Energien. Das ist eine Summe, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss! Die Demonstration wird in zwei Teile gegliedert sein: Die erste Reihe wird in schwarzer oder weißer Business-Kleidung erscheinen, was symbolisch für die politischen Entscheidungsträger steht. Dahinter folgen Teilnehmer mit großen Augen-Masken – eine kreative Art, die wachsame Zivilbevölkerung darzustellen. Es wird empfohlen, in Anzug, Blazer oder Hemd zu erscheinen oder zumindest spezielle T-Shirts und Augen-Requisiten vor Ort zu übernehmen.
Ein kritischer Blick auf die Subventionen
Die Kritiker von „Fridays for Future“ lassen sich nicht lumpen. Sie haben auch eine klare Forderung: Stopp fossiler Subventionen! Diese Forderung wird in einem öffentlichen Hearing zum Budgetentwurf am 3. Juni 2025 im Parlament laut. Vertreter wie Sofia Scherer warnen eindringlich, dass die 1,5 Grad Erhitzung bereits 2028 überschritten werden könnte, wenn die Regierung nicht umgehend handelt. Die Investitionen in klimaschädliche Altlasten und die Einsparungen beim Klimaschutz stehen dabei stark in der Kritik.
Ein weiteres Argument kommt von Laila Kriechbaum. Sie weist darauf hin, dass das geplante Budget nicht ausreicht, um die Klimaziele zu erreichen. Das könnte für Österreich sogar zu Milliardenzahlungen führen, falls die Klimaziele nicht eingehalten werden. Emma Reynolds bringt es auf den Punkt: Während die Klimakrise sich zuspitzt, werden Kürzungen im Klimaschutz vorgenommen, und das alles unter dem Vorwand des Sparens. In der Tat gibt es ein Einsparpotential von über 1 Milliarde Euro jährlich allein durch Reformen in drei Verkehrsförderungen.
Die Rolle der Subventionen
Wenn wir uns die Subventionen genauer anschauen, wird klar, dass hier ein riesiges Ungleichgewicht herrscht. Laut einer Studie, die vom Bundesministerium für Klimaschutz beauftragt wurde, liegt das Volumen der klimakontraproduktiven Subventionen in Österreich im Durchschnitt zwischen 4,1 und 5,7 Milliarden Euro. Ein Großteil davon, etwa 61 Prozent, entfällt auf den Verkehr. Komischerweise profitieren vor allem Unternehmen von diesen Subventionen – etwa 63 Prozent des gesamten Volumens gehen an sie, während private Haushalte nur 37 Prozent erhalten. Ein klarer Fall von Verteilungsgerechtigkeit, oder?
Die zentrale Aussage dieser Protestbewegung ist also klar: Es muss ein Umdenken stattfinden, und zwar jetzt. Die „Fridays for Future“-Bewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die politischen Entscheidungsträger wachzurütteln und die Zivilbevölkerung zu mobilisieren. Die Straßen von Wien werden also auch heute wieder ein wenig bunter und lauter, wenn die Aktivisten für eine nachhaltige Zukunft auf die Straße gehen.
