Heute ist der 25. September 2026 und in Wien gibt es aufregende Neuigkeiten aus der Welt der Verkehrsinfrastruktur! Am 24. September wurde der Empfehlungskatalog „Ökologische Zuschlagskriterien für Verkehrsinfrastrukturprojekte“ veröffentlicht. Dieses Dokument, das von der TU Wien und der TU Graz erarbeitet wurde, zielt darauf ab, die ökologische Nachhaltigkeit in den Vergabeverfahren öffentlicher Auftraggeber:innen zu verankern. Die Initiative ist ein echter Lichtblick für alle, die sich für eine umweltfreundlichere Bauweise einsetzen.

Im Katalog finden sich insgesamt 33 ökologische Zuschlagskriterien, die speziell auf die Anforderungen der jeweiligen Projekte angepasst werden können. Besonders Augenmerk wird auf Transporte und Baustellenlogistik gelegt, aber auch der Einsatz erneuerbarer Energieträger, die Abfallwirtschaft und die Nutzung von Recyclingmaterialien stehen im Fokus. Auch die Ökobilanzierung und die Reduktion von CO₂-Emissionen sind zentrale Themen. Für die Auftraggeber:innen gibt es praktische Anwendungshinweise, eine Bewertungssystematik und sogar Vorschläge für Pönaleregelungen, falls die Kriterien nicht erfüllt werden sollten. So wird nicht nur auf das „Was“ geachtet, sondern auch auf das „Wie“ – das ist doch mal ein Fortschritt!

Nachhaltigkeit im Straßenbau

Der Katalog wurde im Rahmen des FFG-Forschungsprojekts „LZinfra – Lebenszyklustool zur Nachhaltigkeitsbewertung von Verkehrsinfrastrukturen“ entwickelt. Dank der Unterstützung von Fördergeber:innen und Expert:innen ist dieses ambitionierte Projekt möglich geworden. Besonders spannend ist, dass der Katalog ab sofort online verfügbar ist und somit für alle Interessierten zugänglich ist. Die Autor:innen Verena Gruber, Jacqueline Raab und Maximilian Weigert haben hier wirklich einen wertvollen Beitrag geleistet.

Doch das ist nicht alles! Auch jenseits der österreichischen Grenzen wird an der Nachhaltigkeit von Verkehrsinfrastrukturen gearbeitet. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Nachhaltigkeitsbewertung von Verkehrsinfrastruktur außerorts“, das erfolgreich abgeschlossen wurde. Partner wie CBI, DGNB und HOCHTIEF PPP Solutions waren daran beteiligt, unterstützt von der Autobahn GmbH und wissenschaftlich begleitet von der RWTH Aachen University. Hier wurden ganzheitliche Nachhaltigkeitskriterien für den Straßenbau entwickelt, um den Herausforderungen des Bausektors gerecht zu werden.

Ein Blick in die Zukunft

Die EU hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 50 % gesenkt werden, mit dem großen Ziel der Kohlenstoffneutralität bis 2050. Diese Herausforderung betrifft nicht nur den Bausektor, sondern die gesamte Gesellschaft. Der Bedarf an einheitlichen Nachhaltigkeitskriterien für Verkehrsinfrastrukturen ist offensichtlich und dringend. Es bleibt spannend zu beobachten, wie die neuen Kriterien aus dem Empfehlungskatalog in der Praxis umgesetzt werden und ob sie tatsächlich einen nachhaltigen Unterschied machen können.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es ist ein aufregender Zeitpunkt für alle, die an der Schnittstelle von Bauwesen und Umweltschutz arbeiten. Die Entwicklungen in der Verkehrsinfrastruktur zeigen, dass es möglich ist, ökologische und ökonomische Interessen in Einklang zu bringen. Man darf gespannt sein, welche weiteren Schritte in den kommenden Jahren folgen werden!