Ein erheblicher politischer Aufruhr ereignet sich in Wien-Meidling: Die SPÖ hat in einer Sitzung der Bezirksvertretung gegen die Entfernung einer Gedenktafel des berüchtigten Massenmörders Josef Stalin gestimmt. Maximilian Krauss, Klubobmann der FPÖ, äußerte scharfe Kritik und bezeichnete das Verhalten der SPÖ als skandalös und moralisch verwerflich. „Es ist untragbar, dass Wien als Stadt der Menschenrechte eine Gedenktafel für Stalin duldet“, erklärte Krauss und kündigte an, dass die FPÖ am kommenden Dienstag einen gleichlautenden Antrag im Wiener Gemeinderat einbringen wird. Die anhaltende Präsenz der Gedenktafel an der Schönbrunner Schlossstraße 30 wird als Schande für die Demokratie angesehen, insbesondere im Hinblick auf die Millionen Opfer, die unter Stalins Herrschaft litten, wie er betonte. Diese Informationen wurden von APA-OTS veröffentlicht.
Die Kontroversen um die Gedenktafel spitzen sich weiter zu, nachdem bekannt wurde, dass SPÖ-Chef Andreas Babler ein Buch verfasst hat, das Stalin verherrlicht. Diese Enthüllung sorgte für Empörung innerhalb der FPÖ, deren Bezirksstadtrat Wolfgang Reinold via Facebook seinen Unmut über die Ablehnung des Resolutionsantrags zur Entfernung der Ehrentafel äußerte. Der Antrag war mehrheitlich von SPÖ, Grünen und KPÖ abgelehnt worden, was eine Welle der Entrüstung und Sprachlosigkeit in den sozialen Medien auslöste. Als einer der schlimmsten Verbrecher der Geschichte wurde Stalin in diesem Kontext scharf angeprangert, und die Diskussion darüber, wie man mit der Erinnerung an ihn umgehen sollte, bleibt ein hochsensibles und polarisiertes Thema, wie Exxpress berichtete.