In der Färbergasse, mitten in der Inneren Stadt von Wien, hat ein tragischer Vorfall die Nachbarschaft erschüttert. Am Sonntagabend, gegen 22:30 Uhr, brach die Decke eines Mehrparteienhauses ein, was zu einem verheerenden Unglück führte. Drei Geschoßdecken fielen in sich zusammen. Die Folgen waren verheerend: Inge Troch, eine 85-jährige Mathematikerin und Professorin, wurde in der Nacht auf Mittwoch tot aus den Trümmern geborgen. Der Schock sitzt tief, nicht nur bei ihrer Familie, sondern auch in der gesamten Wissenschaftsgemeinde.

Die Hoffnung, dass Inge Troch sich an ihrem Nebenwohnsitz in Niederösterreich aufhielt, erfüllte sich nicht. Ihr Mobiltelefon wurde geortet und deutete darauf hin, dass sie sich im eingestürzten Gebäude befand. Feuerwehrleute arbeiteten stundenlang und unter gefährlichen Bedingungen, um eine 57-jährige Frau zu retten, die vom dritten Stock gestürzt war und schwer verletzt unter den Trümmern eingeklemmt war. Auch ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Bewohnerin erlitten leichte Verletzungen. Die Nachbarn wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht, während die Einsatzkräfte alles daran setzten, die Lage zu entschärfen.

Eine herausragende Persönlichkeit

Inge Troch war nicht nur als Mathematikerin bekannt, sondern auch als eine der ersten Frauen in einer Spitzenposition an der Technischen Universität Wien. Von 1974 bis 2006 lehrte sie Regelungsmathematik und hinterließ einen bleibenden Eindruck in der akademischen Welt. Darüber hinaus war sie aktiv in der Evangelischen Kirche und diente von 2006 bis 2018 als Wiener Superintendentialkuratorin. Ihr Verlust ist ein großer Schlag, sowohl für ihre Angehörigen als auch für die akademische Gemeinschaft.

Zum Zeitpunkt des Unglücks fanden im Gebäude Bauarbeiten statt, ein Dachgeschoßausbau war bewilligt worden. Der Baubeginn war am 31. August dieses Jahres gemeldet worden. Die Bauinspektion hatte jedoch noch keine Kontrolle durchgeführt. Vor dem Einsturz wurden lediglich kleinere Arbeiten, wie die Entfernung des Fußbodens im Erdgeschoß, durchgeführt. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen, um festzustellen, ob und inwieweit die Bauarbeiten mit dem tragischen Einsturz in Verbindung stehen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung, was die Situation zusätzlich belastet.

Die Suche nach Troch war eine wahre Herausforderung. Die Einsatzkräfte mussten lose Gebäudeteile sichern, um die Rettungsarbeiten nicht zu gefährden. Letztendlich wurde die Mathematikerin unter Mauerteilen und Trümmern gefunden, nicht in einem Hohlraum, was die Situation noch tragischer macht. Eine Obduktion wurde angeordnet, doch es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden. Der Schmerz über den Verlust von Inge Troch wird wohl noch lange nachhallen, während die Nachbarn und die Stadt sich um die Folgen des Unglücks kümmern müssen.

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Die Stadt Wien hat Notunterkünfte für die betroffenen Bewohner organisiert, während die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes weiterlaufen. Die ganze Situation wirft Fragen auf und lässt viele in der Nachbarschaft mit einem mulmigen Gefühl zurück.