Am 25. Juni 2026 hat die TU Wien eine bedeutende Reise unternommen, um den Umgang mit Forschungsdaten in Zentralasien und Europa zu fördern. Eine Delegation aus Wien, bestehend aus Andreas Rauber, Florina Piroi und Maximilian Moser, reiste Anfang Juni nach Kirgisistan, um den Austausch über den Data-Science-Prozess und die Phasen des Forschungsdatenmanagements zu intensivieren. Hauptzielorte waren die Kyrgyz State Technical University (KSTU) in Bishkek und die Naryn State University (NSU) in Naryn.

Während ihres Besuchs an der KSTU wurde das Forschungsdatenrepositorium der TU Wien vorgestellt. Fakultätsvertreter hatten die Möglichkeit, die Arbeitsabläufe zu erleben, einschließlich des Hochladens und Dokumentierens von Datensätzen. Ein zentrales Thema war der Review-Prozess, dessen Bedeutung für die Qualität und Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Das Team der TU Wien betonte die Vorteile von Datenrepositorien als essentielle Bausteine in Datenanalyseprozessen. Diese Initiative steht nicht nur im Kontext der kirgisischen Universitäten, sondern auch in einer breiteren europäischen Zusammenarbeit, bei der Universitäten wie die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien und die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart aktiv beteiligt sind.

Innovationen im Forschungsdatenmanagement

Ein weiterer spannender Aspekt des Besuchs war die Unterstützung der TU Wien an der Upstream-Entwicklung von InvenioRDM, einer offenen Plattform für das Forschungsdatenmanagement. Gemeinsam mit dem CERN und anderen Community-Mitgliedern arbeitet die TU Wien daran, die Flexibilität von InvenioRDM als Basisplattform zu demonstrieren. InvenioRDM selbst ist eine moderne, quelloffene Repository-Anwendung, die für eine einfache Bereitstellung, Wartung und Nutzung konzipiert ist. Sie zielt darauf ab, gute Datenpraktiken zu fördern und den Wert über den gesamten Forschungszyklus hinweg zu steigern.

Max Moser hielt während der gleichzeitig stattfindenden Open Repositories-Konferenz einen vorab aufgezeichneten Vortrag, der sich mit Anpassungsmöglichkeiten innerhalb von InvenioRDM beschäftigte. Dabei wurde auch das Beispiel des TU Wien Research Data Repositories präsentiert, welches das CoreTrustSeal-Zertifikat anstrebt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert sich die TU Wien für die Qualität und Sichtbarkeit von Forschungsdaten einsetzt. Das Publikum nahm den Vortrag sehr positiv auf, trotz der physischen Abwesenheit des Teams.

Die Zukunft mit InvenioRDM

InvenioRDM hat in der letzten Zeit einige bedeutende Entwicklungen durchlaufen. Die kürzlich veröffentlichte Version 13.0 bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich. So wurde die Standardanzahl der Ergebnisse im Administrationspanel von 10 auf 20 erhöht, und die Anzeige von Titeln sowie Dateiinformationen wurde optimiert. Eine neue Funktion namens „Compare Revisions“ ermöglicht es Administratoren, Aktualisierungen von Datensätzen gründlich zu überprüfen, was die Transparenz und Nachvollziehbarkeit steigert.

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Darüber hinaus wurden neue Funktionen für Communities eingeführt, die es ermöglichen, thematisierte Gemeinschaften mit benutzerdefinierten Schriftarten und Farben zu gestalten. Auch hierarchische Beziehungen zwischen Communities (Subcommunities) sind nun möglich, was die Organisation von Datensätzen erheblich erleichtert. Die Plattform unterstützt jetzt auch DOIs bei Uploads, eine wichtige Funktion im Kontext der digitalen Sichtbarkeit.

Wer sich für InvenioRDM interessiert, kann sich aktiv an diesem offenen Projekt beteiligen. Es gibt viele Möglichkeiten zur Mitwirkung – sei es durch Entwicklung, Dokumentation oder Community-Building. Interessierte können sich direkt an den Product Manager Nicola Tarocco wenden. Gefördert wird das Projekt durch Partner und Stiftungen, unter anderem durch das CERN und die Europäische Union.

Für weitere Informationen und Unterstützung steht das Zentrum für Forschungsdatenmanagement der TU Wien unter der E-Mail-Adresse research.data@tuwien.ac.at zur Verfügung. Der Austausch über Forschungsdatenmanagement ist nicht nur für die TU Wien von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Forschungslandschaft in Europa und darüber hinaus.

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