Heute ist der 15.06.2026 und in Wien-Alsergrund dreht sich alles um die Sicherheit der Kleinsten. Anwohner der Marktgasse haben die Schnauze voll von gefährlichen Verkehrssituationen und fordern eine Umwidmung ihrer Straße zur Wohnstraße. Armin Hanschitz, ein engagierter Familienvater und Anwohner, hat eine Petition ins Leben gerufen, um die Sicherheit für Kinder, Jugendliche und andere verletzliche Personen zu erhöhen. Es ist nicht nur ein Anliegen der Eltern, sondern auch eine Frage der Lebensqualität in einem Viertel, das von zahlreichen Wohnhäusern, zwei Kindergärten, einer Volksschule, Arztpraxen und einer Kirche geprägt ist.

Die Marktgasse ist oft Schauplatz enger Situationen zwischen Fahrzeugen, die schnell durch die Straße rasen, und Fußgängern, die versuchen, sich sicher über die Straße zu bewegen. Anwohner berichten von gefährlichen Begegnungen mit Autos und Motorrädern, und die bisher gesammelten 90 Unterschriften für die Petition zeigen, dass der Bedarf an Veränderung drängt. Die zuständige MA 46 hat bereits erklärt, dass Bezirksvertretungen in Wien die Einrichtung von Wohnstraßen beantragen können, um den Bereich auf die Bedürfnisse der Anwohner abzustimmen. In solchen Wohnstraßen ist der Fahrzeugverkehr grundsätzlich verboten, mit Ausnahmen für Radfahrer, Straßendienst und Müllabfuhr. Fußgänger dürfen die Fahrbahn betreten und sogar spielen – das klingt doch nach einem sicheren Ort für Kinder!

Verkehrssituation und Sicherheit am Bauernfeldplatz

Doch nicht nur die Marktgasse steht im Fokus. Auch die Liechtensteinstraße hat sich in letzter Zeit zum Brennpunkt entwickelt. Trotz der Umgestaltung hat sich die Sicherheit für die Schüler:innen beim Überqueren am Bauernfeldplatz nicht langfristig verbessert. Im Frühjahr 2024 wird es eine kurzfristige Einbahnführung während der Baustelle geben, die zwar zu einer Verkehrsberuhigung geführt hat, doch nach Abschluss der Arbeiten wird der Verkehr wieder ansteigen. Das berichtet auch die Grüne Alsergrund, die sichere Schulwege für alle fordert, insbesondere in der Liechtensteinstraße.

Die Forderungen zur Erhöhung der Sicherheit sind klar: eine breitere Schutzweg-Aufdopplung zwischen Schule und Bauernfeldplatz, eine Einbahnführung für den motorisierten Individualverkehr zwischen Thurngasse und Fürstengasse sowie eine 30 km/h-Beschränkung vor dem Schulgelände. Die Grüne Alsergrund ruft zur Unterzeichnung einer Petition auf. Es ist offensichtlich, dass die Anwohner und Eltern sich für ihre Kinder einsetzen, und das ist einfach nur bewundernswert.

Die Entwicklungen in der Marktgasse und an der Liechtensteinstraße sind Teil eines größeren Trends in Wien, wo die Sicherheit von Fußgängern und die Lebensqualität in städtischen Gebieten immer mehr ins Zentrum rücken. Es bleibt abzuwarten, ob die nötigen Anträge im Bezirksparlament gestellt werden, um den Bewohnern die dringend benötigte Sicherheit zu bieten. Bis dahin bleibt die Petition unter dem Stichwort „Wohnstraße“ auf www.openpetition.eu zugänglich und jeder ist eingeladen, seine Stimme zu erheben.

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