In Wien-Brigittenau tut sich gerade einiges im Bereich Radverkehr. Eine Petition zum Erhalt des Steinitzstegs für Rad- und Fußverkehr hat über 1.700 Unterstützungsstimmen erreicht und sorgt für Aufsehen. Während der vierjährigen Sanierung der Nordbrücke, die ab März 2027 startet, soll der Steinitzsteg weiterhin für den Autoverkehr genutzt werden. Doch was passiert mit den Radfahrern? Hier hat die Stadt Wien eine Alternativlösung präsentiert: Neue permanente Radwege über die Floridsdorfer Brücke werden errichtet.
Diese neuen Radwege werden auf beiden Seiten der Floridsdorfer Brücke gebaut und ermöglichen den Radfahrern, während der Sperre der Nordbrücke sicher und direkt von Floridsdorf bis zum Gürtel zu radeln. Die Kosten für die neuen Radwege teilen sich die Stadt Wien und die Asfinag jeweils zur Hälfte. Kritiker der Sperre zeigen sich jedoch unzufrieden: Der Umweg über den Wasserpark in Floridsdorf, der mit Höhenunterschieden verbunden ist, könnte für viele Radfahrer eine Herausforderung darstellen.
Wichtige Details zur Radverbindung
Die neuen Zwei-Richtungs-Radwege sollen die bestehende Radverbindung in der Adalbert-Stifter-Straße mit dem Radweg auf der Floridsdorfer Brücke verbinden. Das bedeutet, dass die Parkspur wegfällt, aber das Nachtparken wird ermöglicht. Radfahrer müssen mit einer zusätzlichen Fahrzeit von durchschnittlich 2,5 Minuten über die neuen Radwege rechnen. Der Zeitplan für den Bau dieser Radverbindungen ist aktuell noch offen, doch sie sollen vor der Sperre des Steinitzstegs errichtet werden.
Für die Verkehrsanpassungen während der Nordbrückensanierung ist ein neues Regelungskonzept in zwei Phasen geplant. Aus Sicherheitsgründen kann der Steinitzsteg nicht gleichzeitig für Rad- und Autoverkehr genutzt werden, was die Notwendigkeit dieser neuen Radwege unterstreicht. Zudem hätte ein zusätzlicher Brückenbau Kosten von bis zu 90 Millionen Euro verursacht – ein finanzielles Risiko, das man lieber umgehen möchte.
Stimmen aus der Politik
Insgesamt haben zahlreiche politische Vertreter, darunter der Bezirksvorsteher für den 21. Bezirk, Georg Papai, sowie die SPÖ Floridsdorf und die NEOS Floridsdorf, Stellung zu der Petition genommen. Auch die Grünen und die FPÖ in Floridsdorf haben sich geäußert. Die Vielfalt der Meinungen zeigt, dass das Thema Radverkehr in Wien viele Bürger und Politiker bewegt. Sogar die Landespolizeidirektion Wien und Mobilitätsorganisationen wie der VCÖ haben sich zur Situation geäußert.
Radwege-Offensive in Wien
Das Engagement für bessere Radverbindungen in Wien ist nicht neu. Im Rahmen der Radwege-Offensive 2026 werden in den verschiedenen Bezirken zahlreiche neue Radwege geschaffen. Unter anderem gibt es schon verschiedene Zwei-Richtungs-Radwege, die gut vernetzt sind und den Radfahrern mehr Sicherheit bieten sollen. Diese Initiativen sind Teil eines größeren Plans, die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten und die Mobilität der Wiener zu fördern.
Die Entwicklungen rund um den Steinitzsteg und die neuen Radwege sind also nur ein Teil eines umfassenderen Engagements für eine bessere Radinfrastruktur in Wien. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Steinitzsteg ab 2032 wieder für den Radverkehr geöffnet werden. Bis dahin bleibt es spannend, wie sich die Situation für Radfahrer in der Stadt entwickeln wird!
