Wien-Döbling, am 19. April 2026 – In einer beeindruckenden Zeremonie im Museumsquartier wurden 138 Unternehmen für ihr Engagement im Bereich nachhaltiges und klimabewusstes Wirtschaften ausgezeichnet. Die Veranstaltung, geleitet von Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), feierte die Erfolge von OekoBusiness Wien, das seit 1998 über 1.700 Betriebe bei der Umsetzung umweltfreundlicher Maßnahmen unterstützt.
Von den ausgezeichneten Betrieben erhielten 49 Unternehmen ihre erste Auszeichnung, während 89 Betriebe eine Wiederauszeichnung erhielten. Besonders hervorgehoben wurden die „OekoBusiness Wien Stars“, die für ihre langjährige Teilnahme von mehr als 15 bzw. 25 Jahren geehrt wurden. Zu den Stars des Jahres 2026 zählen namhafte Firmen wie die Sodexo Service Solutions Austria GmbH, Mautner Markhof GMS Gourmet, Boehringer Ingelheim, Beyond Gravity, Senna Nahrungsmittel und Henkel Central Eastern Europe Operations GmbH.
Nachhaltige Erfolge und Einsparungen
Die von OekoBusiness Wien unterstützten Maßnahmen haben seit 1998 zu erheblichen Einsparungen geführt: Über drei Terawattstunden Energie konnten eingespart werden, was dem jährlichen Verbrauch von 84% der Wiener Haushalte entspricht. Zudem wurden 128.560 Tonnen Abfall vermieden und eine Wassermenge, die Wien in 13 Tagen verbraucht, nicht genutzt. Insgesamt konnten die Betriebe durch die umgesetzten Maßnahmen Betriebskosten in Höhe von 181,7 Millionen Euro einsparen.
Die Beratungsangebote von OekoBusiness Wien werden kontinuierlich erweitert, wobei aktuelle Themen wie Kreislaufwirtschaft und Biodiversität im Fokus stehen. Unternehmen, die sich für nachhaltiges Wirtschaften interessieren, können sich bis zum 4. Mai 2026 für das Programm OekoWin anmelden.
Kreislaufwirtschaft im Blick
In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen ist die Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus von Produkten von großer Bedeutung. Innovative Geschäftsmodelle und Produktdesigns, die eine stärkere Nutzung von Sekundärrohstoffen ermöglichen, stehen im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Bioökonomie spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da biobasierte Materialien fossile Rohstoffe ersetzen können, ohne Konflikte mit der Nahrungsmittelproduktion zu erzeugen.
Zusätzlich sind digitale Lösungen wie Produktpässe und KI-gestützte Recyclingverfahren notwendig, um die Rückverfolgbarkeit von Materialien zu verbessern und deren Nutzung effizienter zu gestalten. Um negative Auswirkungen auf Entwicklungsländer zu vermeiden, ist es wichtig, die Kreislaufwirtschaft sozial gerecht zu gestalten. Klare regulatorische Rahmenbedingungen und Investitionen in Innovationen sind unabdingbar für den Fortschritt in diesem Bereich. Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft, während eine technologieoffene Herangehensweise auf deutscher und europäischer Ebene erforderlich ist.
Für weitere Informationen und weiterführende Details können Sie die vollständigen Berichte und Analysen auf den entsprechenden Webseiten einsehen, unter anderem auf MeinBezirk und Fraunhofer CCPE.