Heute ist der 3.05.2026 und wir befinden uns in Wien-Döbling, wo ein schillernder, aber auch tragischer Rechtsstreit um das Erbe des verstorbenen Richard Lugner († 91) die Gemüter erhitzt. Im Mittelpunkt steht die Räumungsklage der Lugner-Stiftung gegen Simone Lugner, die nun fortgesetzt wird. Das Gerichtsverfahren hat bereits für viel Aufregung gesorgt und könnte weitreichende finanzielle Folgen haben. Laut der Stiftung hat Simone Lugner vertragliche Verpflichtungen nicht eingehalten, die nötig sind, um das Erbe antreten zu können. Ihre Reaktion auf die Vorwürfe? Sie und ihr Anwalt bestreiten die Anschuldigungen vehement und betonen, dass Richard bis zu seinem Tod agil war und keiner Pflege bedurfte.
Die erste Tagsatzung fand kürzlich am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien statt. Hier wird die Frage erörtert, ob Simone tatsächlich ihr Wohnrecht verwirkt hat. Der Stiftungsanwalt Markus Tschank hat klargestellt, dass es bis Jahresende dauern wird, um die Höhe der Verlassenschaft genau abzuschätzen. Simone selbst hat angekündigt, dass sie nicht freiwillig aus der Villa ausziehen wird. Stattdessen strebt sie eine „generalbereinigende“ Einigung an, um alle rechtlichen Streitigkeiten gleichzeitig zu klären. Die Situation wird zusätzlich durch geheime Chatnachrichten zwischen ihr und Richard kompliziert, die als Beweis zugelassen wurden – gegen ihren Willen!
Die Rolle von Karin Bladsky
Ein weiterer interessanter Aspekt des Verfahrens ist die mögliche Rolle von Karin Bladsky, einer 54-jährigen Rechtspflegerin. Sie könnte, so die Gerüchte, an Simones Stelle treten. Bladsky und Richard Lugner lernten sich 2019 kennen, als sie ihm eine Nachricht schickte. Ihr erstes Treffen fand im Plachutta in Döbling statt. In einem Interview beschreibt Bladsky Lugner als unterhaltsam und einen „richtig tollen Menschen“. Auch wenn sie anfangs nicht daran interessiert war, Lugner zu heiraten, fand sie sich bald in einer besonderen Beziehung zu ihm wieder, die sie als aufschlussreich und gleichzeitig herausfordernd schildert.
Bladsky betont, dass sie keine 24-Stunden-Pflegerin werden wollte, aber dennoch Zeit mit Lugner verbrachte, sogar Nächte in seinem Zimmer. Diese intime Beziehung wirft Fragen auf, vor allem da Lugner sexistische Bemerkungen machte, die Bladsky jedoch als Teil seiner Show versteht. Sie hat sich bereit erklärt, als Zeugin auszusagen, um die Wahrheit über Lugner und die Situation zu enthüllen. Wie wird das alles vor Gericht ausgehen? Christina „Mausi“ Lugner, Lugners vierte Ehefrau, wird ebenfalls als Zeugin erwartet, was die Sache noch brisanter macht.
Ein Prozess mit weitreichenden Folgen
Der Prozess erregt nicht nur in den Gerichtssälen Aufsehen, sondern auch in der Öffentlichkeit. Die Vorwürfe der Stiftung, dass Simone Lugner Richard nicht ausreichend gepflegt habe, stehen im Raum. Die geheime Kommunikation zwischen den beiden könnte entscheidend sein für die Frage, inwiefern Simone tatsächlich ihrer Verantwortung nachgekommen ist oder ob sie sich auf eine Art und Weise verhalten hat, die dem Erbe nicht gerecht wird. Die Spannung steigt – am 19. Dezember wird Simone persönlich vor Gericht erscheinen, zusammen mit dem Stiftungsvorstand und zwei Pflegerinnen von Lugner. Die Augen sind auf dieses Verfahren gerichtet, das nicht nur das Erbe, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung von Richard Lugner beeinflussen könnte.
Die ganze Situation ist ein faszinierendes, wenn auch tragisches Kapitel in der Geschichte eines der bekanntesten Gesichter Österreichs. Ob Bladsky oder Simone die Oberhand gewinnen werden, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Wellen, die dieser Prozess schlägt, sind noch lange nicht geglättet.