Hans Schmid: Ein Unternehmer mit Herz für Kulinarik, Wein und soziale Verantwortung in Wien
Heute, am 20.06.2026, werfen wir einen Blick auf einen Mann, der nicht nur die Werbewelt in Österreich geprägt hat, sondern auch ein Herz für Kulinarik und Wein besitzt. Hans Schmid, der Gründer der renommierten Werbeagentur „GGK“, ist vielen als kreativer Unternehmer bekannt. Doch sein Schaffen beschränkt sich nicht nur auf die Werbung. Schmid war Mitbegründer der Zeitschrift „Wiener“ und hat das Kulinarik-Magazin „A la Carte“ sowie die Tageszeitung „AZ“ herausgegeben. Eine beeindruckende Karriere, die sich durch unternehmerisches Gespür und eine Leidenschaft für das Wiener Lebensgefühl auszeichnet.
Sein Engagement geht weit über die Medienlandschaft hinaus. Schmid hat das Kaufhaus „Steffl“ in Wien erworben und war Präsident des Eishockeyvereins „Vienna Capitals“. Zudem kaufte er den Nachlass der Schriftstellerin Christine Lavant, um ihr wertvolles Werk zu bewahren. Auch die Kunst liegt ihm am Herzen: Schmid besitzt zahlreiche Werke aus der Sammlung Gugging. Aufgewachsen in einem Wirtshaus am Leonhardsee, zog es ihn schließlich in die Weinproduktion. Im Jahr 2001 erwarb er das Weingut „Rotes Haus am Nussberg“ in Wien und fünf Jahre später folgte das Weingut „Mayer am Pfarrplatz“. Letzteres ist nicht nur für seinen Wein bekannt, sondern auch für ein beeindruckendes soziales Projekt.
Der Pfarrwirt und sein Erbe
Ein weiterer bemerkenswerter Schritt in Schmid’s Leben war die Übernahme des leerstehenden „Gasthaus Zur schönen Aussicht“. Dieses historische Gasthaus, das bereits 1180 erbaut wurde und im 17. Jahrhundert in ein Barockhaus umgebaut wurde, wurde 2007 als „Pfarrwirt“ eröffnet. Hier serviert man klassische Wiener Küche, und das Ambiente ist einfach atemberaubend. Im Eingangsbereich sind Rötelzeichnungen aus dem 15. Jahrhundert zu finden, während der Schankraum mit einem Fallenbild von Daniel Spoerri geschmückt ist. Der Prälatensaal, der 1711 mit Stuckaturen und einem ovalen Deckenbild versehen wurde, erzählt Geschichten aus einer längst vergangenen Zeit. Die Holzveranda, die 1872 zur Pflege der Wiener Kaffeehauskultur geschaffen wurde, ist ein weiterer Beweis für die Liebe zur Tradition, die in jedem Winkel des „Pfarrwirt“ spürbar ist.
Schmid hat gemeinsam mit dem Denkmalamt viel Geld in die Restaurierung gesteckt, um die historischen Elemente des Lokals zu bewahren. Es ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig bleibt – und das mitten in Wien. Wussten Sie, dass das Gasthaus als eines der ältesten und wertvollsten Häuser Wiens gilt? Das macht es zu einem echten Schatz der Stadt!
Ein sozialer Ansatz im Weinbau
Doch das Weingut „Mayer am Pfarrplatz“ steht nicht nur für edlen Wein. Hier wird auch ein beeindruckendes Green Care-Projekt betrieben, das Menschen mit Beeinträchtigungen eine Chance gibt. Petra Schmid, die sich im Personenkomitee des Unterstützungsvereins „WIR für greencare“ engagiert, sieht in der Landwirtschaft mehr als nur Produktion. Für sie ist der Betrieb ein Ort der Verantwortung, Begegnung und Integration. Menschen mit Beeinträchtigung sollen nicht nur mitarbeiten, sondern sich weiterentwickeln und Selbstvertrauen gewinnen. Das Ziel: Sie als selbstverständlichen Teil der Gemeinschaft zu sehen.
Die Zusammenarbeit im Alltag ist geprägt von Respekt, Geduld und Wertschätzung, was nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für das gesamte Weingut eine Bereicherung darstellt. Das integrative Potenzial der Wiener Stadtlandwirtschaft wird hier in voller Blüte sichtbar. In einem regulären betrieblichen Umfeld entstehen somit Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung – ein wirklich inspirierendes Beispiel für soziales Engagement im Weinbau.
Wiener Weinbau und seine Geschichte
Wien hat eine lange Weinbautradition, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Die Stadt war einst ein Zentrum des Weinbaus, und das wirtschaftliche Wohlstand basierte bis ins 16. Jahrhundert auf Weinbau und Transithandel. Auch Kaiser Rudolf von Habsburg war daran interessiert, die Wiener Weingärten zu schützen. Traditionell wurde Wein in Wien nicht nur konsumiert, sondern auch exportiert, und die Stadt war im 16. und frühen 17. Jahrhundert eine bedeutende Weinproduktions- und Exportstadt.
Heutzutage, auf rund 640 Hektar, wird in Wien Wein angebaut. 80% davon sind Weißwein – eine echte Spezialität! Besonders häufig anzutreffende Sorten sind der Grüner Veltliner, Rheinriesling und Welschriesling. Im Jahr 2013 wurde Wien sogar zur 9. DAC-Region Österreichs mit dem „Wiener Gemischten Satz DAC“. Die Stadt hat sich also nicht nur als Weinproduzent etabliert, sondern auch als Ort, wo Qualität und Tradition Hand in Hand gehen.
Ob im „Pfarrwirt“ oder in den Weingärten Wiens, das Zusammenspiel von Geschichte, Kulinarik und sozialem Engagement macht diese Stadt zu etwas ganz Besonderem. Ein Ort, wo man nicht nur gut essen oder trinken kann, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft findet.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Technisch repräsentiert unser neues Magazin-System den aktuellen Stand der Technik für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und für die Redaktion langfristig wartbar. Die Umsetzung dieser hohen Standards wurde von Daniel Wom und VeloCore mit dem Anspruch realisiert, eine langlebige und zukunftssichere Lösung zu schaffen.
