Heute ist der 25.05.2026 und die Temperaturen in Wien-Döbling steigen rasant. An diesem Pfingstsonntag wurden die ersten Temperaturen über 30 Grad in Tirol gemessen, und das ist etwas, was wir so früh im Jahr nicht gewohnt sind. Der erste Hitzetag des Jahres 2026 kam später als im Vorjahr, doch die Hitzewellen, die uns aufgrund des Klimawandels bevorstehen, sind nun um fast einen Monat früher als in der Klimaperiode von 1961 bis 1990. Wie das Klimamonitoring der Geosphere Austria zeigt, liegt die durchschnittliche Temperatur in Österreich mittlerweile bei 5,7 Grad über dem Mittelniveau dieser Periode. Diese Werte sind alarmierend!

Am Pfingstsonntag wurden an 145 Messstellen Temperaturrekorde für den 24. Mai erzielt. Die Abweichung zur Klimanorm von 1991 bis 1990 betrug sogar 7,3 Grad. In der Innenstadt von Wien und in Brunn am Gebirge erlebten wir die erste Tropennacht des Jahres – die Temperaturen blieben über 20 Grad. Und die Prognose für den kommenden Pfingstmontag ist noch hitziger: Temperaturen über 30 Grad werden erwartet, wobei schon um 10 Uhr in Bad Gleichenberg 28,8 Grad gemessen wurden. Wer hätte gedacht, dass wir mitten im Frühling schon solche Werte erreichen?

Die Hitzewelle rollt an

Ein meteorologischer Hitzetag wird definiert als ein Tag mit mehr als 30 Grad. Zumindest drei dieser Tage hintereinander – das ist die Definition einer Hitzewelle. Heuer könnte es sich an der Station Wien-Hohe Warte um die zweite Mai-Hitzewelle in der Messgeschichte handeln. In Wien-Döbling gab es seit 1872 nur zweimal drei Hitzetage im Mai, und einmal davon war 2005, als alle Tage hintereinander lagen. Die Vorhersagen für Dienstag und Mittwoch deuten ebenfalls auf Temperaturen über 30 Grad hin, wobei am Mittwoch sogar Schauer möglich sind. Ein frischer Wind wird da wohl notwendig sein!

Die Situation ist nicht nur auf Österreich beschränkt. In vielen Teilen Europas sind die Temperaturen auf Rekordniveau gestiegen. Das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hat berichtet, dass das Mittelmeer Ende Juni mit 26 °C so warm war wie nie zuvor. Die Hitze hat auch andere Folgen: In Frankreich wurden Schulen geschlossen, und in vielen Regionen drohen Waldbrände. Die Trockenheit hat Gewässer zum Austrocknen gebracht und führte dazu, dass der Frachtverkehr auf Flüssen wie Rhein und Elbe eingeschränkt werden musste. In Norditalien gab es heftige Gewitter und Starkregen, während andere Regionen unter der anhaltenden Hitze litten.

Extreme Wetterphänomene

Die Waldbrandsaison 2025 war die schlimmste in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen. In der EU verbrannten über eine Million Hektar, und die Waldbrandemissionen sind die höchsten seit 23 Jahren. Besonders betroffen waren Spanien und Portugal, die zusammen mehr als 680.000 Hektar Wald verloren. In Frankreich und Italien kam es zudem zu zahlreichen Stromausfällen, vermutlich aufgrund der hohen Temperaturen. Und die Liste der Schäden durch Hitze, Dürre und Überschwemmungen ist schockierend: rund 126 Milliarden Euro wurden geschätzt.

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Die aktuellen Trends zeigen, dass Europa der am schnellsten erwärmende Kontinent ist. 95 Prozent der europäischen Regionen hatten überdurchschnittliche Jahrestemperaturen, und Rekord-Hitzewellen sowie extreme Stürme nehmen zu. Der Copernicus-Klimabericht 2025, veröffentlicht am 29. April 2026, belegt, dass wir in einer Zeit leben, die besondere Maßnahmen erfordert. Erneuerbare Energien deckten 2025 etwa 46 Prozent des europäischen Strombedarfs, was ein kleiner Lichtblick in dieser dunklen Zeit ist.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage in den kommenden Tagen entwickeln wird. Die Experten rechnen damit, dass die 30 Grad am Donnerstag nicht mehr erreicht werden, aber am Freitag könnte es wieder einen Hitzetag geben. Es ist also Zeit, sich auf die Hitze einzustellen und die Temperaturen im Auge zu behalten. Die Natur zeigt uns, wie wichtig es ist, achtsam zu sein.

Wenn du mehr über die klimatischen Entwicklungen in Österreich erfahren möchtest, schau dir die Details in der Quelle an: Kurier.