In Wien-Döbling hat das Landscape Innovation Lab (Lila) seine Türen geöffnet und verspricht, einen spannenden Raum für Forschung und Innovation zu schaffen. Hier wird die Zukunft der Landschaftsplanung auf interaktive Weise erlebbar. Auf einer großen LED-Wall wird ein Waldstück visualisiert und die Betrachter können mit bunten Lego-Steinen und anderen Spielzeugen aktiv in die Visualisierung eingreifen. Das klingt nach einer aufregenden Mischung aus Spiel und Wissenschaft!

Die Nutzung von Virtual-Reality-Brillen bringt zusätzlich eine immersive Dimension in die Erfahrung. Wer sich schon immer gefragt hat, wie Windräder oder Photovoltaikanlagen in die heimische Landschaft integriert werden können, findet hier die Möglichkeit, dies interaktiv zu erkunden. Das Pilotprojekt stellt das Ennstal dar, komplett mit animierten Bäumen und typischen Arten der nördlichen Ostalpen. Es ist beachtlich, dass das System für jeden Baum in Wien Art und Größe visualisieren kann. Diese Technologie könnte dazu beitragen, die Diskussion über die Standortwahl von Windrädern und PV-Anlagen zu bereichern.

Ein flexibles System für viele Zielgruppen

Das Lila richtet sich an eine breite Zielgruppe: Studierende, Lehrpersonen, Bürger und Entscheidungsträger sind eingeladen, sich aktiv an Workshops und Projekten zu beteiligen. So wurden im vergangenen Jahr bereits 40 Workshops durchgeführt, die sich mit Themen wie Landschaftsgestaltung und Energieinfrastruktur befassen. Die digitale Karte, die mit einem Beamer auf den Tisch projiziert wird und von einer Webcam erfasst wird, macht es möglich, bis zu 200 Landnutzungstypen und 800 Pflanzenarten zu visualisieren. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern auch nötig, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.

Die Tools, die im Lila zur Verfügung stehen, sind vielfältig. Von Drohnen, Lidar-Scannern bis hin zu 3D-Druckern – die Möglichkeiten sind schier endlos. Der 3D-Drucker kann sogar Holzfilament verwenden, um realistische Modelle zu erstellen. Das klingt nach einer Spielwiese für kreative Köpfe und Ingenieure! Die Verbindung von Visualisierung mit biosensorischen Daten zur Messung von Reaktionen in verschiedenen Umgebungen könnte zudem neue Erkenntnisse über den Klimawandel und die Artenvielfalt liefern.

Gesellschaftliche Verantwortung und öffentliche Diskussion

Es ist kein Geheimnis, dass die Arbeit von Planern und Ingenieuren in der Öffentlichkeit oft kritisch diskutiert wird. Die gesetzlichen Informations- und Beteiligungsformate sind wichtig, doch sie reichen manchmal nicht aus, um das Vertrauen der Bürger zu gewinnen. Hier setzt das Angebot „Wandel sichtbar machen“ an. Durch realitätsnahe 3D-Landschaftsvisualisierungen, inklusive Fotos, Videos und sogar virtuell begehbaren 3D-Modellen, wird der gesellschaftlichen Diskussion eine neue Dimension verliehen. Das ist nicht nur clever, sondern auch notwendig, um die visuelle Auswirkungen von Projekten zu simulieren und zu verdeutlichen.

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Der Raumordnung kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Der Bericht zur Umsetzung des Leitbilds „Klimawandel und Energiewende gestalten“ zeigt, dass wir dringenden Handlungsbedarf haben. Die Auswertung von über 900 Dokumenten der Landes- und Regionalplanung verdeutlicht, dass viele Maßnahmen zur Sicherung von Überschwemmungsflächen zwar umgesetzt wurden, jedoch oft uneinheitlich und teilweise unverbindlich sind. Dies ist eine Herausforderung, die wir annehmen müssen, um die Ziele der Energiewende zu erreichen.

Mit einer stärkeren Verankerung von Klimaanpassung und Energiewende in der Raumordnung könnten verbindliche Hochwasserschutzvorgaben und ein verbessertes Wassermanagement erreicht werden. Die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Regionen und Kommunen ist unerlässlich. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen in Zukunft gestalten werden.

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