Bildung und sozialer Wohnbau: Wien-Donaustadt im Aufbruch
In Wien-Donaustadt tut sich einiges! Die Volkshochschule (VHS) Donaustadt hat ein buntes Sommer-Kursprogramm aufgelegt, das von Qigong über Hula-Tanz bis zu Italienisch reicht. Mit einem neuen Standort in der Attemsgasse 38, ganz in der Nähe der U-Bahn-Station Kagran, wird Bildung hier so leicht zugänglich wie nie zuvor. Die Einweihungsfeier, die am 8. Juni stattfand, war ein echtes Event, bei dem Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy anwesend waren. Christian Deutsch, der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer, fand lobende Worte für das umfangreiche Bildungsangebot, das hier geboten wird. Man spürt förmlich die Aufbruchstimmung!
Der Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen, Herbert Schweiger, plant sogar einen Umzug nach Donaustadt in die neue Wohnhausanlage „Rote Emma“. Diese bietet nicht nur 360 geförderte Wohnungen zu maximal 8,55 Euro pro Quadratmeter, sondern hat auch einiges an Annehmlichkeiten zu bieten: Photovoltaikanlagen, Fernwärmeanschluss, begrünte Balkone, Dachgärten und sogar einen Kindergarten sowie Spielplätze. Die Nachfrage nach diesen geförderten Mietwohnungen ist enorm; man könnte fast sagen, sie waren im Handumdrehen vergeben. Strenge Gehaltsobergrenzen für die Vergabe geförderter Wohnungen sorgen dafür, dass nur bestimmte Personengruppen Zugang haben. So sind 61.280 Euro netto für Einzelpersonen und 91.320 Euro für Zwei-Personen-Haushalte die Obergrenzen. Lustigerweise hat Herbert Schweiger diese Grenzen überschritten, aber er erklärt, dass seine Frau die Mieterin der Wohnung sei. Na ja, das muss man auch erst mal so hinnehmen!
Neues Vergabesystem und sozialer Wohnbau
Der Wiener Landtag hat kürzlich ein neues Vergabesystem für Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen beschlossen. Dieses basiert auf einem Bonuspunktesystem, das bestimmte Gruppen wie Jungwiener und Alleinerziehende bevorzugt. Interessanterweise werden Bonuspunkte für ein SPÖ-Parteibuch in den Vergaberichtlinien nicht erwähnt. Da fragt man sich, wie transparent das wirklich ist…
Wien hat im internationalen Vergleich stabile Wohnverhältnisse und bietet leistbaren Wohnraum mit hohen architektonischen Standards. Fast zwei Drittel der Wiener Bevölkerung lebt in geförderten Wohnungen, die oft zentral gelegen sind. Der soziale Wohnbau ist nicht nur ein zentraler Bestandteil der Stadtentwicklung, sondern auch ein Zeichen sozialer Gerechtigkeit. Nach dem Ersten Weltkrieg reagierte die sozialdemokratische Stadtregierung mit einem kommunalen Wohnbauprogramm, das als „Rotes Wien“ bekannt wurde. Zwischen 1919 und 1934 entstanden rund 65.000 neue Wohnungen in 382 Gemeindebauten. Diese Geschichte zeigt, wie wichtig der soziale Wohnbau für die Stadt ist.
Aktuell sind 22.200 neue Sozialwohnungen in Bau, Planung oder Vorbereitung. Wien investiert unglaubliche 2,8 Milliarden Euro in den Wohnbau, wobei 1,1 Milliarden Euro an Fördermitteln bereitgestellt werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Zugang zu qualitativ gutem Wohnraum für alle zu gewährleisten. Mit einem zentralen Wiener Wohnticket, das ab 2026 eingeführt werden soll, wird das Vergabeverfahren noch flexibler gestaltet, was sicherlich viele Menschen freuen wird. Das klingt doch nach einer spannenden Zukunft für Wien und seine Bewohner!
Quellen: Profil.at, Kontrast.at
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