In Wien-Donaustadt tut sich einiges, besonders rund um die ehemalige Copa Cagrana, die jetzt als Copa Beach bekannt ist. Hier, direkt an der U1-Station Donauinsel, hat sich viel verändert. Die einstige Vergnügungsmeile, die von der SPÖ-Stadträtin Uli Sima als „Schandfleck“ bezeichnet wurde, wurde neugestaltet. Die Umgestaltung der Sunken City, die im Mai 2023 fertiggestellt wurde, steht dabei im Mittelpunkt. Diese Veränderungen sind Teil eines umfangreichen Plans der Stadt Wien, um das Areal neu zu beleben und für die Bevölkerung attraktiver zu gestalten.

Norbert Waldenburg, der ehemalige Generalpächter der Copa Cagrana mit seinen etwa 17 Lokalen, war über Jahre hinweg in einen Rechtsstreit mit der Stadt verwickelt. Die Stadt warf ihm vor, das Areal verkommen zu lassen und wollte die Flächen selbst entwickeln. In diesem Kontext wurden rund 150 Verfahren eingeleitet, die Mehrheit davon von Waldenburg. Doch die Stadt Wien konnte alle Verfahren für sich entscheiden und erhielt 2015 die Räumungsklage gegen Waldenburg. Er wurde schließlich wegen Steuerhinterziehung verurteilt – ein Urteil, das am 8. März 2023 fiel und ihm eine Strafe von 300.000 Euro sowie eine Ersatzfreiheitsstrafe einbrachte.

Abriss und Neugestaltung

Letzte Woche kam es zu einem weiteren einschneidenden Schritt: Die Stadt ließ acht desolate Lokale auf der Copa Cagrana abreißen. Norbert Weber, der aktuelle Generalpächter, spricht von einem Schaden in Millionenhöhe und bezeichnete diesen Abriss als „Gewaltakt“. Er war im Urlaub, als die Aktion stattfand, und erhielt einen Anruf von einem beunruhigten Pächter. Martin Jank vom Wiener Gewässermanagement erklärte, dass bis auf einige Kühlgeräte alles entsorgt wurde, und der Abriss kostete die Stadt rund 100.000 Euro.

Das Räumungsurteil des Bezirksgerichts Donaustadt aus dem Februar war die Grundlage für diesen Schritt, und der Subpächter hatte dem Abriss zugestimmt. Ein Sachverständiger bestätigte den desolaten Zustand der Objekte, weshalb die Stadt in den nächsten Wochen plant, das Areal zu säubern und zu begrünen. Ab Anfang Juli sollen die neuen Flächen dann von Badegästen genutzt werden können. Auch in der gastronomischen Landschaft tut sich etwas: Zwei neue Café-Restaurants im Wert von 2,5 Millionen Euro sind in Planung, und auf der neu gewonnenen Fläche sollen künftig Strandlokale ohne Zwischenpächter entstehen.

Stadtentwicklung und Perspektiven

Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans der Stadt Wien, der auch auf die demografische Entwicklung reagiert. Die Siedlungsentwicklung in Wien zielt darauf ab, den Bedarf der erwarteten Bevölkerungsentwicklung von 2,2 Millionen Einwohnern zu decken. Projekte, die vor 2025 gestartet werden, sollen bis nach 2035 andauern. In diesem Zusammenhang sind auch die prioritären Stadterweiterungsgebiete von Bedeutung, deren Entwicklung bis spätestens 2040 abgeschlossen sein soll.

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Die Stadt verfolgt dabei ein klares Leitbild: Während die Bewahrung und punktuelle Weiterentwicklung von Bestandsgebieten im Fokus steht, sollen neue Büro- und Cityfunktionen in bestimmten Zonen entstehen. Die aktuelle Neugestaltung rund um die Copa Beach und die Sunken City fügt sich somit in diesen umfassenden Plan ein. Das Potenzial für zusätzliches Wohnen und Arbeiten wird erkannt, und dabei wird auch der Schutz von bestehenden Welterbestätten priorisiert. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Areal in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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