Heute ist der 28.04.2026 und in Wien-Donaustadt gibt es aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Gesundheit der Bevölkerung. Michael Binder, der Medizinische Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes, hat kürzlich von einer vorgezogenen Grippewelle berichtet, die ihren Höhepunkt bereits im Dezember erreicht hat. Dies ist früher als in den Vorjahren, was die medizinischen Einrichtungen vor besondere Herausforderungen stellt. Im Vergleich zum Vorjahr sind auch die Covid-19-Fälle flacher verlaufen, während die RSV-Fälle (Respiratorisches Synzytialvirus) zugenommen haben.
Insgesamt wurden rund 712 Patienten stationär behandelt, und das Niveau blieb auch im Januar ähnlich hoch. Ab Februar gab es jedoch einen deutlichen Rückgang der Grippefälle, während RSV an Bedeutung gewann. So mussten im selben Zeitraum 227 Patienten mit RSV behandelt werden, während nur 180 Influenza-Fälle registriert wurden. Diese Überlagerung mehrerer Viruswellen hat phasenweise zu erhöhtem Versorgungsdruck in den Kliniken geführt.
Besonders betroffene Gruppen
Besonders betroffen von der aktuellen Situation sind Kinder, wie Thomas Wagner, Vorstand der Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde, erklärt. Er betont, dass das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern oft erstmals mit verschiedenen Erregern konfrontiert wird. Im Dezember mussten 22 Kinder und Jugendliche intensivmedizinisch betreut werden. Auch Personen über 60 Jahre sowie Menschen mit Vorerkrankungen und ungeimpfte Personen sind häufig betroffen. Marton Szell, interimistischer Leiter der Notfallambulanz, weist darauf hin, dass ein schwerer Verlauf oft vermeidbar ist.
Ein positiver Lichtblick in der Bekämpfung der Influenza ist, dass ab Ende 2024 die Influenza-Impfung für alle in Österreich lebenden Menschen kostenlos verfügbar sein wird. Dies wird insbesondere für Risikogruppen von großer Bedeutung sein, um die Ausbreitung der Grippe einzudämmen.
Die Lage in Deutschland
Ein Blick über die Grenze nach Deutschland zeigt, dass dort eine ähnliche Situation herrscht. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) leiden rund 7,4 Millionen Menschen an akuten Atemwegserkrankungen (ARE). Besonders betroffen sind Schulkindern zwischen 5 und 14 Jahren. Die dominierenden Viren sind Influenza A(H3N2), gewöhnliche Erkältungscoronaviren, Rhinoviren und RSV. In den Kliniken ist die Krankheitslast spürbar, jedoch gibt es leichte Entspannungssignale, da die Zahl schwerer akuter Atemwegsinfektionen (SARI) moderat zurückgegangen ist.
Während Covid-19-Fälle nur noch selten auftreten, zeigt eine Analyse der Abwasserproben eine steigende RSV-Viruslast und erhöhte Influenza A. Das RKI empfiehlt weiterhin Schutzmaßnahmen wie Hygiene, regelmäßiges Lüften und das Verweilen zu Hause bei Krankheitssymptomen, um die Verbreitung der Viren einzudämmen.
Schutzmaßnahmen und Empfehlungen
In Anbetracht der aktuellen Gesundheitslage ist es für Risikogruppen wichtig, sich an die Grippeschutzimpfung zu erinnern, da die Infektsaison noch nicht vorbei ist. Die Entwicklungen in Wien und Deutschland verdeutlichen, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben und die empfohlenen Schutzmaßnahmen zu befolgen.
Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie in dem Artikel von 5 Minuten und dem Bericht des RKI.