Heute ist der 5.07.2026 und es gibt besorgniserregende Nachrichten aus dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt. Laut AMS waren Ende Juni 2026 insgesamt 44.284 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Das ist ein Anstieg von fast 2.000 Menschen im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen sind alarmierend, denn wenn wir die Schulungsteilnehmer mit einbeziehen, suchen über 54.000 Niederösterreicher nach einem Job. Die Arbeitslosenquote beträgt in Niederösterreich 6,3 Prozent und liegt damit unter der österreichweiten Quote von 6,9 Prozent. Dennoch, die Situation bleibt angespannt.

Ein Blick auf die Beschäftigung zeigt, dass diese leicht zurückgeht. Aktuell sind nur 663.000 unselbständig Beschäftigte in Niederösterreich, was einem Minus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der freien Jobs ist ebenfalls rückläufig: Es gibt nur noch 12.604 offene Stellen, ein Minus von 13,6 Prozent im Vergleich zu Juni 2025. Besonders betroffen ist der Lehrstellenmarkt, wo nur noch 908 offene Lehrstellen verfügbar sind – ein Rückgang von 11,9 Prozent. Es ist frustrierend, dass trotz der Bemühungen, seit Jahresbeginn 44.580 Jobsuchende ins Berufsleben zurückzuführen, nur 38.522 gemeldete Stellen besetzt wurden.

Besondere Herausforderungen für Frauen und Ältere

Die steigende Arbeitslosigkeit trifft vor allem Frauen, deren Zahl um 7,3 Prozent gestiegen ist, während die Männerquote lediglich um 2,1 Prozent zugenommen hat. Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist, dass Personen ab 50 Jahren stärker betroffen sind. Es ist irgendwie traurig, denn diese Generation hat oft so viel Erfahrung und Wissen zu bieten. Bei den Jugendlichen bis 24 Jahre hingegen ist ein kleines Minus von 1,6 Prozent zu verzeichnen. Hat man das Gefühl, dass die jungen Leute irgendwie auch nicht so recht wissen, wo es hingehen soll?

Die Branchen, die besonders leiden, sind die wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die öffentliche Verwaltung und Warenherstellung. Im Bauwesen jedoch sieht es etwas besser aus, hier ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit geringer. Dennoch bleibt die Frage, wie lange dieser Trend weitergehen kann und was die Politik unternimmt, um dem entgegenzuwirken. FP-Landesrätin Susanne Rosenkranz hat bereits Reformen und mehr Planungssicherheit für die Betriebe gefordert. Wer würde nicht gerne wissen, wie es weitergehen soll?

Digitale Hilfen und Anlaufstellen

Inmitten dieser angespannten Lage gibt es jedoch auch neue Initiativen. Zum Beispiel wurde der Chatbot NÖKI ins Leben gerufen, der Informationen zu Behördenthemen bietet. Jeder kann ihn nutzen, aber er ersetzt keine persönliche Beratung. Es ist interessant zu sehen, wie digitale Hilfsmittel in der aktuellen Situation helfen können, auch wenn sie keine perfekte Lösung sind. Wer Fragen hat, kann sich an buergerbuero.landhaus@noel.gv.at wenden. Die Nutzung des Chatbots ist anonym und die Daten werden gemäß DSGVO verarbeitet.

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Die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt sind komplex und vielschichtig. Die Publikation „Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024“ wird in der Zukunft sicher weitere Einblicke bieten – insbesondere zur Demographie und den Arbeitsplätzen in unserer Region. Es bleibt zu hoffen, dass die Statistiken nicht nur Zahlen sind, sondern auch Anstoß für notwendige Veränderungen geben, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.

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