In der Nacht zum 22. Juni 2025 kam es in Wien-Donaustadt zu einem spektakulären Einbruch mit Sprengung eines Geldautomaten. Zwei vermummte Täter sprengten gegen 3:45 Uhr einen Geldautomaten in einem Supermarkt. Der lautstarke Knall weckte zahlreiche Anwohner, die daraufhin umgehend die Polizei alarmierten. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte erhebliche Beschädigungen im Eingangsbereich des Supermarkts fest, die durch das gewaltsame Eindringen der Täter verursacht wurden. Diese zerstörten zunächst die Glasschiebetür des Supermarktes, bevor sie einen Sprengsatz am Geldautomaten zur Explosion brachten. Anschließend flüchteten die Verdächtigen, vermutlich auf einem Zweirad. Trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen blieben die Täter auf der Flucht und konnten nicht gefasst werden, während unklar bleibt, ob sie Bargeld erbeuteten. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Bankomatsprengungen ein, die in den letzten Tagen in der Region stattgefunden haben.

Die Polizei hat festgestellt, dass ein Muster zu erkennen ist. Bei den vergangenen Sprengungen handelte es sich stets um gewaltsame Eindringversuche, gefolgt von gezielten Sprengungen der Geldautomaten, wobei die Täter in der Regel mit Motorrädern oder Mopeds flüchteten. Diese Entwicklungen veranlassten die Ermittler, Zusammenhänge zwischen den Fällen zu prüfen und von einem organisierten Vorgehen auszugehen. Die Polizei bittet um Mithilfe von Zeugen, die Hinweise geben können. Diese sollten sich an jede Polizeidienststelle oder direkt an das Landeskriminalamt Wien wenden.

Anstieg der Bankomatsprengungen

Der Vorfall in Wien-Donaustadt ist nicht isoliert. Laut Informationen von kurier.at gibt es einen besorgniserregenden Anstieg von Bankomatsprengungen in Österreich. So wurden im letzten Jahr 13 solcher Vorfälle gemeldet, während in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres bereits über 20 Sprengungen registriert wurden. Die Gründung der Sonderkommission „Soko Bankomat“ im März 2025 zielt darauf ab, dieser Kriminalität gezielt entgegenzutreten, indem nationale und internationale Ermittlungen koordiniert werden. Diese Soko verfolgt die Aufgabe, kriminelle Strukturen zu bekämpfen, die weitgehend aus dem Ausland agieren.

In der Konsequenz haben mehrere Banken auf die Situation reagiert: Die Bank Austria plant, die betroffene Filiale bei der Zschokkegasse „so rasch wie möglich“ wieder in Betrieb zu nehmen. Allerdings gibt es noch kein genaues Datum für die Wiedereröffnung. Anwohner berichten von lautem Knall, der sie aus dem Schlaf riss, und zeigen sich unzufrieden über die Notwendigkeit, zur nächsten Ersatzfiliale fahren zu müssen. Zudem sind zahlreiche Post-Filialen, aufgrund der Bedrohung durch die Sprengungen, nicht mehr in der Lage, Bargeldabhebungen anzubieten.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Mit dem Anstieg der Bankomatsprengungen hat sich die Sicherheitslage in Wien erheblich verschärft. Auch die Vienna.at bestätigt, dass seit September 2024 die Anzahl solcher Kriminalfälle zugenommen hat. In Reaktion darauf haben Institutionen wie die BAWAG ihre Foyers temporär zwischen 22:00 und 5:00 Uhr geschlossen, während die Erste Group sowie Wiener Raiffeisenfilialen ihre Sicherheitsvorkehrungen weiter verstärkt haben. Trotz dieser Maßnahmen berichten Anwohner von enormen Sachschäden, die bei mehreren Sprengungen entstanden sind, die in einigen Fällen „deutlich einen sechsstelligen Betrag“ übersteigen.

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Die anhaltende Angst vor weiteren Angriffen führt dazu, dass die Bevölkerung gebeten wird, wachsam zu sein. Die Polizei ist um Aufklärung und Zusammenarbeit bemüht, um die Täter schließlich zur Rechenschaft zu ziehen und die Sicherheit in Wien wiederherzustellen.

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