Heute, am 22. Mai 2026, stehen die Bewohner der Donaustadt vor einer ungewissen Zukunft, insbesondere was die Bücherei Donaustadt betrifft. Diese Einrichtung wird von vielen Anwohnern als das „Herzstück“ des neuen Schrödingerplatzes wahrgenommen. Doch die Sorge um ihren Erhalt ist groß. Der Absatz über die Bücherei wurde von der Webseite der Stadt Wien entfernt, was bei den Bürgern Besorgnis auslöst. Werden die Bagger tatsächlich anrollen und die Bücherei für immer verschwinden?

Der alte Betonblock, der als nicht sanierungsfähig gilt, soll abgerissen werden. Damit verbunden ist der Auszug nicht nur der Bücherei, sondern auch der örtlichen Volkshochschule, der Gebietsbetreuung, des Jugendtreffs und einer Apotheke. Die Bezirksvorstehung hat bereits Ende 2022 den Standort gewechselt. Die neuen Standorte sind die GB* und die VHS in der Attemsgasse 38, der Jugendtreff in der Viktor-Kaplan-Straße 11 und die Apotheke befindet sich noch in Verhandlung. Ein Umzug der Bücherei in die neuen Gebäude am Schrödingerplatz ist vorgesehen, doch konkret sind die Pläne noch nicht.

Planungen für den Schrödingerplatz

Die MA 21 plant, im Jahr 2024 die konkreten Pläne für das neue Quartier vorzustellen. Die Bücherei wird Teil der „aktivierten Sockelzone“ des neuen Hauses, aber die Unsicherheit bleibt. In einer Gemeinderatssitzung am 25. März wurde die Zukunft der Bücherei thematisiert. Gemeinderätin Caroline Hungerländer äußerte Bedenken zur Planung, während Dolores Bakos von den Neos betonte, dass die Planung „höchste Priorität“ hat. Bernhard Pöckl, der Leiter der Büchereien der Stadt Wien, bestätigte zwar die Einbindung der Bücherei in den Planungsprozess, doch Details bleiben aufgrund laufender Verhandlungen im Dunkeln. Die Anwohner sind besorgt, dass die Bücherei dauerhaft geschlossen bleiben könnte.

Das Bildungsministerium führt die Planungen zur künftigen Entwicklung des Büchereistandorts fort und berücksichtigt dabei die budgetären Rahmenbedingungen. Der Abriss und Neubau am Schrödingerplatz sind für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Die Anwohner fragen sich: Was passiert bis dahin mit der Bücherei? Diese Fragen bleiben vorerst unbeantwortet.

Neues Leben am Schrödingerplatz

Was ist sonst noch geplant am Schrödingerplatz? Ein umfassendes Freiraum- und Verkehrskonzept wird umgesetzt. Die bestehenden Strukturen werden größtenteils abgerissen, um Platz für mehr als 300 leistbare Wohnungen zu schaffen. Ein zweigeschossiger „Stadtsockel“ soll als soziales Herzstück des Projekts fungieren und bietet Flächen für soziale, versorgungs- und kulturelle Einrichtungen. Damit soll der Zentrumscharakter gestärkt und die soziale sowie kulturelle Infrastruktur ausgebaut werden.

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Das Projekt liegt am Hauptradwegenetz und verbessert die Rad-Anbindung nach Kagran und zur Innenstadt. Freizeit- und Naherholungsräume wie die Alte Donau, der Donaupark und die Donauinsel sind optimal erreichbar. Fast ein Drittel der Grundfläche wird parkartig gestaltet, mit neuen Bäumen, Bepflanzungen, Sitzgelegenheiten und Wasserelementen, die die Aufenthaltsqualität erhöhen sollen. Das klingt doch alles vielversprechend, oder? Aber wie wird sich das alles auf die Bücherei auswirken?

Das Widmungsverfahren ist abgeschlossen, die rechtlichen Voraussetzungen für Baueinreichungen gegeben. Der Wiener Gemeinderat hat den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschlossen. Der Baubeginn könnte 2027 erfolgen, bis dahin wird das teilweise leerstehende Gebäude zwischengenutzt. Das Projekt Schrödingerplatz ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung Kagrans als Zentrum. Doch mit all diesen Veränderungen bleibt die Frage im Raum: Wo bleibt die Bücherei?