Am 12. Mai 2026 ist es endlich so weit: Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) wird in der Wiener Stadthalle ausgetragen. Unter dem Motto „United By Music“ werden 35 Nationen um den begehrten Titel kämpfen. Dies ist die kleinste Teilnehmerzahl seit 2004, und die Vorfreude auf die Veranstaltung könnte nicht größer sein, obwohl einige Länder, darunter Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island, aufgrund der Teilnahme Israels einen Boykott angekündigt haben. Diese Entscheidung wurde von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) getroffen, die am 29. Juni 2025 bestätigte, dass Israel am Wettbewerb teilnehmen möchte.

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, und die Stadt Wien wird in diesem Jahr als Gastgeber glänzen. Der österreichische Künstler JJ hat im Vorjahr den Wettbewerb gewonnen, was den ESC zurück nach Wien bringt. Insgesamt sind neun Shows geplant, darunter die Halbfinalrunden, die am 12. und 14. Mai stattfinden werden. Für die Moderation haben sich Victoria Swarowski und Michael Ostrowski entschieden, während Emily Busvine die Künstler im Greenroom, der im Stil eines Wiener Kaffeehauses gestaltet ist, empfangen wird.

Die Favoriten und die ersten Halbfinals

Die Buchmacher sehen Finnland mit dem Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen und ihrem Titel „Liekinheitin“ als Favoriten mit einer Siegchance von 31 Prozent. Frankreich und Dänemark folgen auf den weiteren Plätzen. Österreichs Beitrag „Tanzschein“ von Cosmo liegt allerdings am Ende der Tabelle in den Fan-Foren, und auch die deutsche Vertreterin Sarah Engels mit ihrem Song „Fire“ hat es schwer – sie wird mit einer Siegchance von unter einem Prozent auf Platz 22 geführt.

Im ersten Halbfinale am 12. Mai treten unter anderem Bulgarien, Moldau und Rumänien auf, während das zweite Halbfinale am 14. Mai mit Auftritten aus der Schweiz, Dänemark, Norwegen und der Ukraine aufwartet. Jeweils zehn Nationen aus jedem Halbfinale qualifizieren sich für das große Finale, das am 16. Mai 2026 um 21:00 Uhr stattfinden wird. Dabei wird das Finale erstmals seit 2012 nur mit 25 statt 26 Ländern ausgetragen.

Politische Spannungen und Boykottaufrufe

Die Teilnahme Israels am ESC 2026 hat von Anfang an für Kontroversen gesorgt. Vor dem Wettbewerb 2025 gab es bereits Diskussionen über die Teilnahme Israels aufgrund des Kriegs in Israel und Gaza, der seit 2023 andauert. Forderungen, Israel vom Wettbewerb auszuschließen, wurden laut, und mehrere Rundfunkanstalten kündigten an, bei einer Teilnahme Israels dem Wettbewerb fernzubleiben. Auch in Belgien gab es Bestrebungen für einen Boykott, während die Gewerkschaften der Rundfunksender RTBF und VRT unterschiedliche Positionen einnahmen.

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Die EBU hat betont, dass der ESC nichts mit Politik zu tun haben sollte, und hat neue Regeln eingeführt, um den Konflikt zu entschärfen. Dies beinhaltet unter anderem die Abstimmung durch professionelle Jurys in den Halbfinals und verschärfte Werbekampagnen. Israels Präsident Izchak Herzog lobte die Entscheidung der EBU, die es dem Land ermöglicht, seine Musik auf der internationalen Bühne zu präsentieren.

Übertragungen und Begleitveranstaltungen

Die Shows werden live um 21 Uhr auf Das Erste, ONE, ORF und SRF übertragen. Neben den Hauptshows wird es auch Evening Previews für die Jurybewertung sowie Afternoon Previews für Familien geben. Stylisten von Moroccanoil werden die Frisuren im Backstage-Bereich gestalten und somit zur glamourösen Atmosphäre des Wettbewerbs beitragen.

Der ESC 2026 in Wien verspricht, ein unvergessliches Event zu werden, das nicht nur musikalisch, sondern auch kulturell viel zu bieten hat. Trotz der politischen Spannungen bleibt die Vorfreude auf die Musik und die Vielfalt der teilnehmenden Nationen ungebrochen. Weitere Informationen und Updates finden Sie auf Harian Basis.