Heute ist der 29.05.2026 und die Eissaison in Österreich ist in vollem Gange. Wien-Floridsdorf, bekannt für seine charmanten Eisdielen, hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Hotspot für Eisliebhaber entwickelt. Hier dreht sich alles um die Kunst der Speiseeisherstellung – und das nicht ohne Grund. Franz Steiner, ein Zuckerbäcker mit stolzen 45 Jahren Erfahrung in der Eisherstellung, ist einer der Meister seines Fachs. Er wurde 2012 Eis-Europameister und lehrt sein Handwerk an der Innung. Sein Eissalon in Wien-Floridsdorf zieht viele an, die sowohl die Leidenschaft als auch das Können des Eismachers erleben möchten. Steiner betont, dass gutes Eis vor allem Balance benötigt, eine Kunst, die er mit Bravour beherrscht.
Die Stadt Wien hat rund 150 Eissalons, was sie zu einem der besten Orte für Eis in Europa macht, wie auch WienTourismus bestätigt. In einem kleinen Experiment hat Ö1 Passanten in verschiedenen Eisdielen befragt, was für sie gutes Milcheis ausmacht. Die Antworten waren überraschend vielfältig – von der Cremigkeit bis zur Auswahl an Geschmäckern, die die Menschen begeistern. Doch was macht ein gutes Eis wirklich aus? Lisa und Giorgio Leone, die Leones Gelato nach einem Italienurlaub eröffneten, setzen auf frische Milch, kleine Produktionsmengen und geschlossene „Pozzetti“ anstelle der üblichen offenen Wannen. Ihre Philosophie, die die Qualität über die Quantität stellt, hat bereits viele Herzen erobert.
Vielfalt der Eissorten
In Wien findet man ein eindrucksvolles Spektrum an Eissorten. Von klassischen Geschmäckern wie Schokolade und Vanille bis hin zu kreativen Varianten wie Kürbiskernöl und Basilikum ist für jeden Gaumen etwas dabei. Es gibt Eisdielen in allen Bezirken, sowohl in den inneren als auch in den äußeren Stadtteilen. Im ersten Bezirk etwa bietet der Eis-Greissler regionale Milcheissorten und Sorbets an. Ein Besuch dort ist wie ein Ausflug zum Markt – frisch und lebendig!
Der 2. Bezirk hat mit Helli und Leo eine Eisdiele, die über 25 Bio-Eissorten, inklusive Eis für Hunde, anbietet. Und wenn man schon mal da ist, sollte man auch bei Eisliebe vorbeischauen, wo frische Waffeln mit Eis und Obst serviert werden. Aber auch im 4. Bezirk bei Schelato kommt man auf seine Kosten: Hier gibt es kreative Eissorten, sogar vegane Optionen. Die Auswahl ist schier endlos, und jeder Besuch kann zu einem neuen Geschmackserlebnis führen.
Tradition und Handwerk
Die Eisherstellung hat in Wien eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Martin Kaufmann, Eismacher von der Eisdiele Sabine in Meran, spricht über die Unterschiede zwischen handwerklichem und industriellem Eis. Er weist darauf hin, wie wichtig es ist, auf die Qualität der Zutaten und die Herstellungsweise zu achten. Das handwerkliche Eis, das in Fässern hergestellt wird, hat seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter. Zusatzstoffe sind beim echten Eis ein No-Go!
Ob in der inneren oder äußeren Bezirken, die Eisdielen wie Eissalon Tichy im 10. Bezirk oder Zuckero im 12. Bezirk bieten eine große Auswahl an traditionellen und veganen Eissorten. In der 13. Bezirk gibt es bei Anton’s Tafel Eis aus reifem Obst, ohne Zusatzstoffe. Und in der 23. Bezirk, bei „Das Eis“, finden sich über 60 verschiedene Eissorten, die regional produziert werden und die Vielfalt der österreichischen Eiskultur widerspiegeln.
Die Eissaison in Wien ist mehr als nur ein Genuss. Sie ist ein Erlebnis, ein Stück Kultur und Tradition, das in jedem Löffel steckt. Wer also in dieser Saison noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, sollte unbedingt in eine der vielen Eisdielen der Stadt eintauchen. Das Eis wartet darauf, entdeckt zu werden!
