Kohlenmonoxid-Gefahr durch mobile Klimageräte in Wien-Floridsdorf
Am Dienstag, dem 16. Juni, wurde Wien-Floridsdorf Schauplatz eines alarmierenden Vorfalls. Zwei Personen mussten mit erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Werten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Was war passiert? Zwei mobile Klimageräte hatten die Abgase einer Gastherme zurück in die Wohnung geleitet. Diese Geräte, die an heißen Tagen oft für eine willkommene Abkühlung sorgen, können in Kombination mit einer Gastherme gefährlich werden.
Die Ursache für die erhöhten CO-Werte war ein Unterdruck, der durch die mobilen Klimageräte erzeugt wurde. Dadurch wurde das Abziehen der Abgase aus der Gastherme verhindert. Die Berufsfeuerwehr Wien wurde schnell informiert und rückte an, um die Wohnung zu untersuchen. Glücklicherweise hatten weitere Personen in der Wohnung nur niedrige CO-Werte im Blut und wurden dem Rettungsdienst übergeben. Um die gefährlichen Gase loszuwerden, öffnete die Feuerwehr die Fenster und setzte einen Hochleistungslüfter ein.
Die Risiken von mobilen Klimageräten
Julia Bothur vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks warnt eindringlich vor diesen „luftabsaugenden Geräten“, die während der aktuellen Hitzewelle besonders beliebt sind. Wenn im selben Raum eine Gastherme installiert ist, kann es zu einem gefährlichen Szenario kommen. Mobile Klimaanlagen leiten warme Luft ins Freie und ziehen frische Luft nach. Doch in Wohnungen mit Gastherme kann der Kamin als Luftzufuhr fungieren – und das ist heikel!
Besonders bei der Nutzung der Gastherme, sei es beim Duschen oder Geschirr abwaschen, können Abgase in den Raum gelangen. Kohlenmonoxid, ein geruchloses und farbloses Gas, entsteht bei unvollständiger Verbrennung. Es ist wichtig zu wissen: Kohlenmonoxid bindet sich stärker an Hämoglobin als Sauerstoff, was zu Sauerstoffmangel führen kann. Symptome einer Kohlenmonoxid-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und im schlimmsten Fall sogar der Tod.
Prävention ist alles
Die Feuerwehr empfiehlt, beim Betrieb der Gastherme im Sommer Fenster und Türen zu öffnen. Hohe Temperaturen können einen „Luftstau“ im Rauchfang verursachen, was das Abziehen von Abgasen behindert. Regelmäßige Wartung der Gasthermen und Kontrolle der Rauchfänge sind unerlässlich, um solche gefährlichen Vorfälle zu vermeiden. Auch wenn die Wartung Kohlenmonoxid reduziert, kann es nie ganz ausgeschlossen werden.
Zusätzlich sind Splitgeräte eine weniger problematische Alternative, da sie Wärme über einen separaten Kreislauf abführen. Diese Geräte sind zwar in der Regel teurer, bieten aber eine bessere Energiebilanz. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Betriebsanleitung der Geräte zu konsultieren, um sicherzustellen, dass sie sicher verwendet werden.
Insgesamt zeigt dieser Vorfall, wie wichtig es ist, auf Warnungen zu hören und sich der Risiken bewusst zu sein, die mit der Nutzung mobiler Klimaanlagen in Verbindung mit Gasthermen einhergehen. Es ist ein ernstes Thema, das nicht ignoriert werden sollte – und jeder sollte wissen, wie man im Falle einer Kohlenmonoxid-Vergiftung handelt. Bei Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schwindel: Sofort den Raum verlassen und Hilfe rufen!
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