Vetmeduni Wien erhält Vollakkreditierung für 2026
Heute ist der 25.07.2026, und es gibt Grund zur Freude an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni). Die Institution hat das internationale Qualitätssicherungsverfahren der European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) erfolgreich bestanden und erhält somit auch für 2026 die Vollakkreditierung. Das ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Vetmeduni auf dem richtigen Weg ist.
Das Verfahren zur Akkreditierung findet alle sieben Jahre statt. Dabei wird nicht nur das Curriculum unter die Lupe genommen, sondern auch die Infrastruktur, Forschung, Prüfungswesen und die Betreuung der Studierenden. Im März 2026 hat ein internationales Gutachterteam die Einrichtungen in Wien Floridsdorf, die VetFarm in Niederösterreich sowie die Lehr- und Qualitätsprozesse überprüft. Das Urteil der Expertinnen und Experten fiel durchweg positiv aus: Die Vetmeduni zeichnet sich durch eine hohe fachliche, strukturelle und strategische Qualität aus. Sie erfüllt alle internationalen Anforderungen an die veterinärmedizinische Ausbildung.
Eine lange Tradition
Die Vetmeduni kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken. Gegründet wurde sie im Jahr 1765 von Kaiserin Maria Theresia und ist die älteste veterinärmedizinische akademische Bildungs- und Forschungsstätte im deutschsprachigen Raum. Heute beschäftigt die Universität rund 1.500 Mitarbeiter:innen und bildet etwa 2.500 Studierende aus. Neben dem Hauptcampus in Wien Floridsdorf kommen noch sieben weitere Standorte in Wien, Niederösterreich und Tirol dazu. So viel Platz für eine so wichtige Aufgabe!
Besonders spannend ist auch die Platzierung der Vetmeduni im aktuellen „Shanghai-Ranking“. In der Kategorie „Veterinary Sciences“ belegt sie den 6. Platz weltweit und ist damit die Nummer 2 in Europa, nur hinter der Universität Gent. Das spricht Bände über die Qualität und den Ruf der Universität, nicht wahr?
Qualitätssicherung und europäische Standards
Die Bedeutung von Qualitätssicherung in der Hochschulbildung ist nicht zu unterschätzen. Im Rahmen der Bologna-Reform, die bereits 1999 gestartet wurde, wurde ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum geschaffen, der auch die gesetzlichen Anforderungen an die Qualitätssicherung im Studium und in der Lehre umfasst. Die Verantwortung für diese Qualitätssicherung liegt bei den Hochschulen selbst. Das interne Qualitätssicherungssystem muss regelmäßig extern begutachtet werden, um sicherzustellen, dass die Prozesse und Instrumente zur Qualitätssicherung den Anforderungen genügen.
Ein Beispiel für erfolgreiche Qualitätssicherung ist die Freie Universität Berlin, die im September 2016 als erste Berliner Hochschule das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates erhalten hat. Dieses Selbstakkreditierungsrecht ermöglicht es der Universität, ihre Studiengänge als qualitätsgesichert zu zertifizieren. Solche Entwicklungen sind nicht nur für die Hochschulen wichtig, sondern auch für die Studierenden, die am Ende der Ausbildung in einen kompetitiven Arbeitsmarkt eintreten.
Ein Blick auf die Vetmeduni zeigt, dass sie sich diesen Herausforderungen erfolgreich stellt. Mit einer soliden Basis an Forschung, Lehre und Infrastruktur ist sie bestens gerüstet für die Zukunft – für die Studierenden, aber auch für die Tiere, die auf die Expertise ihrer Absolventinnen und Absolventen angewiesen sind.
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