Berberaffen im Tiergarten Schönbrunn erhalten neue Kletterbäume aus Robinien
Heute ist der 8.06.2026, und im Tiergarten Schönbrunn gibt es aufregende Neuigkeiten! Fast 100 Robinienstämme wurden von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) zur Verfügung gestellt und in die Berberaffen- und Mähnenspringer-Anlage integriert. Diese Stämme, die aus dem Bundesforste-Revier in der Mannersdorfer Wüste in Niederösterreich stammen, bieten den Berberaffen neue Kletter-, Beschäftigungs- und Aussichtsmöglichkeiten. Die Affen haben die neuen Kletterbäume bereits begeistert erkundet!
Die Berberaffen- und Mähnenspringer-Anlage, die 2021 eröffnet wurde, hat eine Fläche von 1.130 Quadratmetern und wurde nach dem nordafrikanischen Atlasgebirge gestaltet. Hier finden die Tiere nicht nur Klettermöglichkeiten, sondern auch Rückzugsmöglichkeiten, die für ihr soziales Verhalten wichtig sind. Die Struktur der Anlage umfasst Felsen, Höhenunterschiede und Verstecke. Die Robinienstämme, mit ihren starken und weit verzweigten Ästen, tragen zur Förderung der Tierbeschäftigung und zur naturnahen Gestaltung der Umgebung bei.
Ein Lebensraum für die Berberaffen
Berberaffen sind soziale Primaten, die in höheren Wäldern des Atlasgebirges leben. Damit diese Tiere sich wohlfühlen, benötigen sie eine Umgebung, die Bewegung und Sozialverhalten fördert. Die neuen Kletterbäume bieten nicht nur Aussichtspunkte und Fluchtmöglichkeiten, sondern auch Spielanreize, die für die Affen von großer Bedeutung sind. Die Rinde der Robinienstämme wurde belassen, um heimischen Insekten Lebensraum zu bieten und den Affen gelegentlich einen Snack zu ermöglichen.
Die Kooperation zwischen dem Tiergarten und den ÖBf ist nicht nur ein praktisches Unterfangen, sondern fördert auch die Verbindung zwischen regionaler Forstwirtschaft und tiergerechter Gestaltung. Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck betonte die Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit und bedankte sich herzlich für die Unterstützung. Darüber hinaus hilft die Gestaltung der Anlage den Besuchern, das Verhalten der Tiere besser zu verstehen und die Bedeutung von Struktur in der Tierhaltung zu verdeutlichen.
Eine Herausforderung für die Zukunft
Die Bestände der Berberaffen haben sich in den letzten 25 Jahren halbiert, hauptsächlich durch Lebensraumverlust und Fang für die Heimtierhaltung. Die neuen Robinienstämme sind nicht nur eine Bereicherung für die Tiere, sondern auch ein Signal für den nötigen Schutz ihrer Art. Die Besucher können von verschiedenen Perspektiven, einschließlich einer Beobachtungsplattform mit Blick über Wien, die Tiere beobachten und erleben, wie wichtig eine naturnahe Gestaltung für das Wohlbefinden der Tiere ist.
Die Berberaffen und Mähnenspringer leben seit 1995 in einer gemeinsamen Anlage, die sich über die Jahre weiterentwickelt hat. Mit den neuen Kletterbäumen wird diese Entwicklung fortgesetzt, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Tiere an ihre neue Umgebung anpassen. Es ist ein kleiner Schritt für den Tiergarten, aber ein großer Schritt für das Wohl der Berberaffen.
Mehr Informationen gibt es in der vollständigen Berichterstattung auf wienerbezirksblatt.at und auf pressefeuer.at.
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