Heute ist der 3.05.2026 und in Wien-Hietzing gibt es aufregende Neuigkeiten! Im Bezirksmuseum Hietzing läuft derzeit die Ausstellung „Erinnerung an Hietzing“ des Fotografen Andreas J. Hirsch. Diese Ausstellung ist nicht nur eine fotografische Hommage, sondern auch eine tiefgründige Verbindung zwischen persönlichen Erinnerungen und der Geschichte des Bezirks. Hirsch, der 1961 geboren wurde und seine Kindheit in Hietzing verbrachte, hat mit seinen Bildern eindrucksvoll dokumentiert, wie sich sein Heimatbezirk über die Jahre verändert hat.

Die Ausstellung lädt die Besucher ein, in die Vergangenheit einzutauchen. Historische Aufnahmen und informative Texte über die Motive bieten einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung von Hietzing. Besonders bemerkenswert ist, dass die Ausstellung bis zum 1. Juli zu sehen ist – der Eintritt ist frei und es gibt auch Führungen! Es ist wirklich eine tolle Gelegenheit, mehr über diesen einzigartigen Bezirk zu erfahren.

Ein Blick zurück in die Geschichte

Hietzing hat eine reiche Geschichte. 1964, das Jahr in dem Andreas Hirsch mit seiner Familie nach Hietzing zog, war auch das Jahr, in dem die alte Brücke über den Wienfluss abgerissen und durch die Kennedybrücke ersetzt wurde. Gleichzeitig eröffnete das Ekazent, das erste Einkaufszentrum in Österreich. Dieses wurde von den Architekten Wolfgang und Traude Windbrechtinger entworfen und auf einem Konzept von Roland Rainer basierend. Ursprünglich sollte es die unzureichende Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs verbessern. Tatsächlich fanden hier viele Geschäfte Platz, die nach einer umfassenden Untersuchung des Wiener Institutes für Standortberatung ausgewählt wurden.

Das Ekazent hat jedoch im Laufe der Jahre an Eleganz verloren – das Park-Kino, einst ein beliebter Ort, ist nicht mehr vorhanden. Auch der Brunnen, der von Maria Biljan-Bilger für das Einkaufszentrum geschaffen wurde, wurde abgetragen. Dennoch bleibt das Ekazent ein wichtiges Wahrzeichen in Hietzing, auch wenn man sich an die glanzvollen Zeiten zurückerinnert, als es noch als Schmelztiegel des Lebens galt.

Persönliche Erinnerungen und Kunst

Andreas Hirsch verbindet seine persönlichen Erinnerungen mit der Bezirksgeschichte in seiner Ausstellung. Seine Mutter, die heute 94 Jahre alt ist und in einem Pensionistenheim lebt, kann leider nicht mehr an Fotoaufnahmen teilnehmen. Dennoch erinnern sich viele an die Zeit, als das Café Gröpl, das sich gegenüber dem Bezirksmuseum befand, ein beliebter Treffpunkt für Komponisten und Künstler war. Arnold Schönberg lebte in der Gloriettegasse, in der Nähe seiner Mäzenin Lilly Lieser. Auch Gustav Klimt und Egon Schiele hatten Ateliers in der Nähe. Klimts „Bildnis Fräulein Lieser“ zeigt vermutlich auch Liesers Nichte – eine Verbindung, die die künstlerische Aura des Bezirks unterstreicht.

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Ein weiteres bemerkenswertes Motiv in der Ausstellung ist die Otto-Glöckel-Schule, die 1934 im Geiste des Roten Wiens erbaut wurde. Diese Schule ist ein Symbol für die sozialen Kontraste, die Hietzing prägen. Der Bezirk, bekannt für seine Villen, steht in starkem Kontrast zu den Gemeindebauten, die ebenfalls Teil der Umgebung sind. Hirsch selbst erinnert sich genau an diese Kontraste aus seiner Kindheit, die seine Perspektive auf Hietzing geprägt haben.

Die Ausstellung „Erinnerung an Hietzing“ ist somit nicht nur eine Sammlung von Fotografien, sondern auch ein emotionales Archiv, das die Geschichte eines Bezirks und das Leben eines Mannes miteinander verwebt. Wer Zeit hat, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen! Einfach mal vorbeischauen und in die Erinnerungen eintauchen – das ist es, was Hietzing so besonders macht.