Das Institut für Nuklearmedizin der Klinik Hietzing hat einen neuen, vorübergehenden Standort bezogen. Das war nötig, weil für den Bau eines neuen Wirtschaftshofs und weiterer zentraler Versorgungseinheiten am bisherigen Standort Platz geschaffen werden musste. Das Institut ist bekannt für sein umfangreiches Leistungsspektrum, das Untersuchungen und Therapien bei Schilddrüsen-, Herz-, Lungen-, Knochen- und neurologischen Erkrankungen umfasst. Zudem werden nuklearmedizinische Behandlungen angeboten. Im Jahr 2025 wurden hier rund 8.500 ambulante Patientenkontakte verzeichnet, was die hohe Nachfrage nach den angebotenen Leistungen unterstreicht.

Der neue Standort ist in einem sanierten Pavillon untergebracht, der jetzt mit zwei modernen SPECT-CT-Scannern ausgestattet ist. Diese Geräte ermöglichen präzisere Untersuchungen, besonders wenn es um Krebs-, Herz- und Knochenerkrankungen geht. Für Patienten, die körperlich nicht belastbar sind, wurde eine moderne Herzbelastungsliege eingerichtet. Damit wird nicht nur der Komfort erhöht, sondern die Qualität der Diagnostik auch deutlich verbessert. Ein neu installiertes Farbleitsystem soll zusätzlich die Orientierung für Patienten und Besucher erleichtern.

Neubau und Umzüge

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das Institut für Krankenhausphysik, das den Strahlenschutz überwacht und die Qualität der Untersuchungen sicherstellt, ebenfalls im neuen Pavillon untergebracht ist. Der gesamte Neubau der Klinik Hietzing ist bis 2039 geplant, mit dem Ziel, sämtliche Leistungen unter einem Dach zu bündeln. Während der Bauarbeiten werden mehrere Bereiche in sanierte historische Pavillons verlegt, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Apropos historische Pavillons: Der denkmalgeschützte Pavillon, in dem das Institut nun untergebracht ist, wurde statisch ertüchtigt und mit modernster Medizintechnik sowie umfassenden Strahlenschutzmaßnahmen ausgestattet.

Insgesamt sind vier temporäre Standorte im Zuge des Klinikneubaus in historischen Bestandsgebäuden geplant. Im Herbst sollen die Zentrale Notaufnahme und das Institut für Labormedizin in Pavillon 13 ihren Betrieb aufnehmen. Und dann, Anfang 2027, folgt die 5. Medizinische Abteilung mit Onkologie in Pavillon 9. Es wird also spannend in den nächsten Jahren in Hietzing!

Vielfältige nuklearmedizinische Untersuchungen

Die Möglichkeiten der nuklearmedizinischen Diagnostik sind bemerkenswert. Dazu gehören unter anderem die Ösophagusszintigraphie, bei der die Speiseröhrenmotilität und Schluckfunktionen beurteilt werden. Bei Erkrankungen wie Achalasie und Refluxkrankheit kann diese Methode entscheidende Erkenntnisse liefern. Auch die Magenentleerungsszintigraphie, die die Geschwindigkeit der Magenentleerung misst, ist von großer Bedeutung. Sie hilft bei der Diagnose von Gastroparese und anderen Magen-Darm-Motilitätsstörungen.

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Ein weiterer interessanter Test ist der SeHCAT-Test, der die Gallensäureresorption im Dünndarm misst. Diese Untersuchung ist besonders wichtig bei ungeklärter Diarrhö oder Gallensäureverlustsyndrom. Und wer denkt, das war’s schon, liegt falsch – es gibt auch die gastroösophageale Refluxszintigraphie, die Rückflusskrankheiten untersucht und die Häufigkeit sowie Schwere des Refluxes beurteilt. Eine ganze Reihe von Tests, die mit schwach radioaktiven Substanzen arbeiten, ermöglicht eine präzise Diagnostik.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Institut für Nuklearmedizin in Hietzing nicht nur einen großen Schritt in Richtung moderner Medizin macht, sondern auch einen klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Patienten legt. Mit der hohen Anzahl an ambulanten Kontakten und den fortschrittlichen Technologien wird deutlich, dass hier die Zukunft der nuklearmedizinischen Versorgung gestaltet wird. Wer mehr über die spannenden Möglichkeiten der Szintigraphie und SPECT erfahren möchte, kann sich auf nuklearmedizin.de informieren.

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