Heute ist der 24.06.2026 und die Sonne scheint über Wien-Hietzing. Ein Rundgang über den Friedhof Hietzing, organisiert von der Organisation „Jugend Eine Welt“, verspricht nicht nur tiefgründige Einblicke in die letzten Ruhestätten berühmter Persönlichkeiten, sondern auch eine emotionale Verbindung zu den Werten, für die sich diese Organisation einsetzt. Der Friedhof, gelegen an der Maxingstraße 15, ist nicht nur ein Ort der Stille, sondern auch eine letzte Ruhestätte für namhafte Persönlichkeiten wie Gustav Klimt, Koloman Moser, Otto Wagner und die TV-Legende Heinz Conrads.

Unter fachkundiger Führung geht es auf Entdeckungsreise zu den Grabstätten dieser kreativen Köpfe, deren Werke und Leben bis heute inspirieren. Der Rundgang endet an der Gedenkstätte für verstorbene Unterstützer der Organisation, wo eine beeindruckende Statue des heiligen Don Bosco, geschaffen von dem Künstler Isidor Winkler, im Mittelpunkt steht. Diese Statue, die aus alten Metallstücken und Werkzeugen zusammengefügt wurde, erzählt auf ihre eigene Weise von der Mission, die Don Bosco in seinem Leben verfolgte: die Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von „Jugend Eine Welt“, erklärt die Widmung der Statue an all jene, die den Weg der Organisation unterstützt haben.

Die Bedeutung der Statue

Die Statue selbst ist ein Kunstwerk, das nicht nur durch seine Form besticht, sondern auch durch die Geschichte dahinter. Isidor Winkler, der 88 Jahre alte Künstler, reiste eigens aus Tirol an, um sein Werk zu sehen. Ursprünglich als Maler tätig, entdeckte Winkler nach seiner Pensionierung das figuralen Schweißen und wurde Metall-Bildhauer. Diese Transformation ist inspirierend! In seiner Heimat Niederndorf finden sich viele seiner Werke, darunter eindrucksvolle Skulpturen wie der heilige Georg im Kampf gegen einen Drachen oder ein großer, bunt bemalter Frosch. Die Statue zu Don Bosco ist jedoch etwas ganz Besonderes – ein Symbol für Hoffnung und die Unterstützung von Jugendlichen weltweit.

„Jugend Eine Welt“ selbst hat seit 1997 eine klare Mission: Bildung soll Armut überwinden. Die Organisation setzt sich für Schulen, Straßenkinderprogramme und Bildungsprojekte in verschiedenen Regionen ein, darunter Asien, Afrika, Lateinamerika, der Nahe Osten und Osteuropa. Hier wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch die Möglichkeit gegeben, ein besseres Leben zu führen.

Ein Blick auf den Friedhof Hietzing

Der Hietzinger Friedhof ist auch Teil einer größeren Bestattungskultur in Wien, die von einer reichen Geschichte geprägt ist. Er liegt in der Nähe des Schlosses Schönbrunn und beherbergt Gräber vieler weiterer bekannter Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Alban Berg, Gottfried von Einem und Franz Grillparzer. Friedhöfe in Wien sind nicht nur Orte der Trauer, sondern auch der Erinnerung und des Respekts. Die Führungen bieten einen tiefen Einblick in die Biografien dieser Persönlichkeiten und die Bestattungskultur der Stadt.

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Wiener Friedhöfe sind nicht nur für ihre prominenten Gräber bekannt, sondern auch für ihre skurrilen Geschichten. Wer hätte gedacht, dass Kaiser Josef II. einmal gezwungen war, seinen wiederverwendbaren Klappsarg zurückzugeben? Solche Anekdoten tragen zu einem besonderen Charme der Stadt bei, der die Besucher immer wieder in seinen Bann zieht.

Insgesamt ist der Rundgang über den Friedhof Hietzing eine wunderbare Gelegenheit, nicht nur die Geschichte und die Lebensgeschichten bedeutender Persönlichkeiten kennenzulernen, sondern auch einen Blick auf die wertvolle Arbeit von „Jugend Eine Welt“ zu werfen. Bildung ist der Schlüssel – und das wird hier auf eindrucksvolle Weise lebendig. Für mehr Informationen zu diesem Rundgang und der Organisation kann man die Quelle hier nachlesen.

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