Heute ist der 19.06.2026 und in der Josefstadt, einem Stadtteil Wiens, wurde ein ganz besonderer Stein der Erinnerung feierlich enthüllt. Dieser Gedenkstein ist nicht einfach nur ein weiteres Denkmal; er würdigt die „Erste österreichische Krüppelarbeitsgemeinschaft“ und ihren unermüdlichen Behindertenaktivisten Siegfried Braun. An diesem geschichtsträchtigen Ort in der Wickenburggasse, wo die Arbeitsgemeinschaft 1930 ihren Sitz hatte, versammelten sich zahlreiche Gäste, um diesem wichtigen Kapitel der österreichischen Geschichte die Ehre zu erweisen. Bei dieser Zeremonie wurden die grundlegenden Werte der Bewegung hervorgehoben: Arbeit, Bildung, soziale Absicherung und gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen.

Siegfried Braun, geboren 1893, ist nicht nur eine historische Figur – er war ein Pionier der österreichischen Behindertenbewegung. Trotz seiner körperlichen Beeinträchtigung setzte er sich für die Rechte und das Wohl seiner Mitmenschen ein. Er gründete die Arbeitsgemeinschaft und war ein Motor für Veränderungen: von Beratungsangeboten über Werkstätten bis hin zu politischer Öffentlichkeitsarbeit. Unter den klaren Leitsätzen „Arbeit, nicht Mitleid“ und „Arbeit, nicht Siechenhaus“ kämpfte er für Gleichheit und Selbstbestimmung. Leider fand diese Bewegung ein jähes Ende mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Braun, aufgrund seiner jüdischen Herkunft verfolgt, wurde deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet.

Ein bedeutender Ort der Erinnerung

Irmtraut Karlsson, die Vorsitzende des Vereins „Steine der Erinnerung Josefstadt“, sprach während der Enthüllung über die historische Bedeutung dieses Ortes. Sie betonte, dass die Josefstadt ein zentraler Punkt für die Behindertenbewegung in Österreich war. Die Erinnerungen an die Kämpfe und Errungenschaften der Menschen, die sich für ihre Rechte eingesetzt haben, sollen durch diesen Stein lebendig gehalten werden. Die Veranstaltung war emotional und bewegend; es wurde nicht nur der Vergangenheit gedacht, sondern auch ein Ausblick auf eine inklusivere Zukunft gegeben.

Martin Ladstätter, Selbstvertreter und Obmann von Bizeps, erinnerte eindringlich daran, wie wichtig der Zugang zu Bildung für Menschen mit Behinderungen ist – und wie viel in der Vergangenheit versäumt wurde. Es ist ein Thema, das auch heute noch brandaktuell ist. Der Erinnerungsstein soll nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch Bewusstsein für Inklusion schaffen und den Abbau gesellschaftlicher Barrieren vorantreiben. Ein steinernes Mahnmal für die gegenwärtige und zukünftige Gesellschaft.

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Technisch repräsentiert unser mit VeloCore neu aufgesetztes Magazin den aktuellen Stand für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und langfristig wartbar. Daniel Wom hat mit dieser Umsetzung eine langlebige und leistungsstarke Plattform geschaffen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren