Gestern, am Samstag, den 13. Juni 2026, ereignete sich in einem Supermarkt in Wien-Landstraße ein Vorfall, der für einige Aufregung sorgte. Zwei Frauen betraten die Filiale und schienen ganz normal einkaufen zu wollen. Doch die Maske der Normalität fiel schnell – sie passierten den Kassenbereich mit gefüllten Einkaufstaschen, ohne auch nur einen Cent zu bezahlen. Der Wert der gestohlenen Waren betrug stolze 150 Euro. Glücklicherweise wurde der Ladendiebstahl von einem aufmerksamen Mitarbeiter bemerkt.

Als die Mitarbeiter die beiden Frauen ansprachen, kam es zu einem Gerangel. Eine der Frauen schaffte es, sich loszureißen und flüchtete ohne Beute aus dem Laden. Die zweite Frau jedoch zeigte sich unkooperativ und aggressiv. In einem überraschenden Moment biss sie einem Mitarbeiter in den Arm, was zu einer leichten Verletzung führte. Die Polizei konnte schließlich die 35-jährige slowakische Staatsangehörige vorläufig festnehmen. Interessanterweise hatte sie keinen aufrechten Wohnsitz im Bundesgebiet und war bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde sie wegen des Verdachts des versuchten räuberischen Diebstahls auf freiem Fuß angezeigt. Mehr dazu findet man in einem ausführlichen Bericht auf 5min.at.

Kriminalitätsentwicklung in Österreich

Die Zahlen zur Kriminalität in Österreich bestätigen, dass solche Vorfälle nicht isoliert sind. Laut der aktuellen Kriminalstatistik von 2025 gab es einen leichten Anstieg der angezeigten Straftaten – insgesamt 538.656 (+0,8 %). Dies ist der höchste Wert seit zehn Jahren. Besonders auffällig ist, dass die Anzahl der Verdächtigen auf 345.095 gestiegen ist, was ebenfalls den höchsten Stand der letzten Dekade markiert. Dabei kommt es zu einem Anstieg von fremden Verdächtigen, die von 105.551 im Jahr 2016 auf 164.573 im Jahr 2025 zugenommen haben.

Die häufigsten Herkunftsländer dieser Verdächtigen sind Rumänien, Syrien, Deutschland, Serbien und Ungarn. Dies spiegelt sich auch in der zunehmenden Gewaltkriminalität wider, die auf 88.133 Fälle (+2,2 %) gestiegen ist. Dabei wurden 74 Mordopfer registriert. Was die Eigentumsdelikte angeht, so ist die Kfz-Kriminalität erfreulicherweise um 21,4 % gesunken. Aber Kellereinbrüche und auch der Sozialleistungsbetrug haben einen Höchststand erreicht. Hier gilt es, aufmerksam zu bleiben und die Entwicklungen im Auge zu behalten.

Insgesamt zeigt sich, dass die Sicherheitslage in den Städten komplex ist. Wer denkt, dass solche Vorfälle nur in der Ferne passieren, wird eines Besseren belehrt. Lokale Supermärkte sind keine Ausnahmen, und die Ereignisse von gestern erinnern uns daran, wie wichtig Wachsamkeit im Alltag ist.

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