Am Schwarzenbergplatz in Wien-Landstraße steht eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt: der Hochstrahlbrunnen. Seit seiner Eröffnung vor 153 Jahren, im Jahr 1873, ist er nicht nur ein beliebter Anziehungspunkt, sondern auch eine Hitzeinsel, die in den Sommermonaten den einen oder anderen Schweißtropfen auf die Stirn treibt. Jetzt steht eine umfassende Sanierung an, die sowohl die Technik als auch die Optik des Brunnens auf Vordermann bringen soll.

Die Dringlichkeit der Sanierung ist nicht zu übersehen. Schäden an der Bausubstanz und den technischen Anlagen machen eine Erneuerung unerlässlich, damit der Brunnen weiterhin betrieben werden kann. Von Ende 2027 bis zur Brunnensaison 2029 wird der Hochstrahlbrunnen außer Betrieb genommen. Dies bedeutet zwar eine vorübergehende Pause, doch die Planungen sind vielversprechend. Stadtrat Mag. Jürgen Czernohorszky hat bereits seine Unterstützung für eine klimafitte Oberflächengestaltung des Platzes zugesichert. In einer einstimmigen Abstimmung wurde der Antrag der NEOS Landstraße am 19. März 2026 angenommen – ein Schritt, der als Chance zur Schaffung neuer Grünflächen gesehen wird, anstelle der bisher versiegelten Flächen.

Historie und Bedeutung des Brunnens

Mit einem Durchmesser von rund 40 Metern und einer faszinierenden Gestaltung, die auf astronomische Prinzipien anspielt, ist der Hochstrahlbrunnen mehr als nur ein Wasserspiel. 365 kleine Springbrunnen, sechs für die Wochentage, zwölf hohe Strahlen für die Monate und 24 niedrigere für die Stunden – all das wurde 1873 von Antonio Gabrielli konzipiert und feierlich durch Kaiser Franz Josef und Bürgermeister Cajetan Felder eröffnet. Ein beeindruckendes Erbe, das nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt behutsam erneuert werden soll.

Die Sanierungsarbeiten, die bis 2029 andauern werden, umfassen die Erneuerung der baulichen und technischen Anlagen im Brunnenbecken und in der Brunnenstube. Historisches Steinmaterial wird abgetragen, instandgesetzt und detailgetreu neu aufgebaut. Man könnte sagen, dass dieser Prozess eine Art Wiedergeburt des Brunnens darstellt. Dabei wird auch die LED-Lichttechnik, die seit 2014 für nächtliche Farblichtspiele sorgt, eine wichtige Rolle spielen. Mit Gesamtkosten von 12 Millionen Euro, aufgeteilt auf mehrere Jahresraten, ist das Projekt ambitioniert.

Klimafitte Stadtentwicklung

Doch die Arbeiten am Hochstrahlbrunnen sind nur ein Teil eines größeren Plans. Wien hat eine begünstigte stadtklimatische Topografie, die durch den Wienerwald und das Donautal unterstützt wird. Dennoch zeigt die Stadtklimaanalyse, dass besonders stark versiegelte Flächen in dicht bebauten Gebieten wie dem Schwarzenbergplatz zu Überhitzung führen können. Hier setzt die Stadtentwicklung an: Durch die Schaffung von Grünräumen und die Reduktion von versiegelten Flächen sollen die mikroklimatischen Bedingungen verbessert werden.

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Die NEOS Landstraße sieht in der Sanierung des Brunnens und der Umgestaltung des Platzes eine Möglichkeit, einen Beitrag zur Klimaanpassung zu leisten. Ziel ist es, die städtischen Hitzeinseln zu reduzieren und gleichzeitig das Stadtbild durch mehr Grünflächen aufzuwerten. Mit konkreten Maßnahmen, der Einführung einer Klimacheckliste und der Vernetzung von Freiräumen wird Wien klimafit gemacht – und der Hochstrahlbrunnen wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

Wenn alles nach Plan verläuft, wird der Hochstrahlbrunnen in neuem Glanz erstrahlen. Gemeinsam mit den Anstrengungen der Stadt, die Lebensqualität in Wien zu steigern, wird dieses historische Denkmal nicht nur erhalten, sondern auch für die nächsten Generationen fit gemacht.

Für mehr Informationen über das Projekt und die geplanten Maßnahmen, können Sie die offizielle Quelle hier nachlesen.

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