In der dynamischen Welt der Nanotechnologie hat das Wiener Unternehmen UpNano mit seinem innovativen 3D-Drucker NanoOne einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht. Dieser Drucker ist in der Lage, Bauteile im Nanobereich zu produzieren – und das ist keine kleine Sache. Tatsächlich sind diese winzigen Bauteile mit freiem Auge nicht sichtbar; um sie zu erkennen, ist ein Rasterelektronenmikroskop notwendig. Um das in Perspektive zu setzen: Der Durchmesser eines Nanometers ist 1.000-mal kleiner als der eines menschlichen Haares. Die Technologie, die hinter dem NanoOne steckt, basiert auf Entwicklungen der Technischen Universität Wien und hat bereits Einzug an renommierten Institutionen wie MIT und Harvard gehalten.

Die Einsatzmöglichkeiten des NanoOne sind vielfältig und reichen von der Pharmaindustrie über die Medizintechnik bis hin zur photonischen Industrie. In diesen Bereichen werden mikroskopisch kleine Chips hergestellt, die Zellen durch unterschiedliche Kanäle leiten. Geschäftsführer Bernhard Küenburg sieht zudem großes Potenzial in der Halbleiterindustrie und der Kernfusion. Seit der Fertigstellung und Auslieferung des Druckers im Herbst 2019 sind rund 70 Geräte weltweit im Einsatz, unter anderem in den USA, Europa und Australien. UpNano hat sich von einer kleinen Gruppe von fünf Ingenieuren auf mittlerweile 60 Mitarbeiter:innen vergrößert und expandiert kontinuierlich.

Wachstum und internationale Expansion

Das Unternehmen hat seit 2022 eine Tochtergesellschaft in den USA gegründet. Zudem betreibt es eine Zweigstelle in Singapur, die die Märkte in Indien und Australien bedient. Ein Demogerät befindet sich in Peking, dank einer Kooperation mit einem Distributor. UpNano arbeitet nicht nur an der Verbreitung seiner bestehenden Technologien, sondern auch an der Produktentwicklung. Ein neues Gerät, das im Herbst fertiggestellt werden soll, wird laut Küenburg 1.000-mal schneller arbeiten als der NanoOne. Anstatt den neuen Drucker an diverse Kund:innen zu verkaufen, plant das Unternehmen, große industrielle Aufträge zu akquirieren und in die Massenproduktion einzusteigen.

Der Begriff „Nano“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Zwerg“. Er beschreibt den Milliardsten Teil einer Einheit, wobei ein Nanometer den milliardsten Anteil eines Meters darstellt. Die Nanotechnologie findet in vielen Bereichen Anwendung, wie der Physik, Chemie, Maschinenbau und Lebensmitteltechnologie. Richard Feynman, der als Vater der Nanotechnologie gilt, hielt bereits 1959 einen wegweisenden Vortrag zu diesem Thema. Der interdisziplinäre Einsatz verschiedener Fachbereiche, beispielsweise der Mikroskopentwicklung in der Physik und der Struktur der Materie in der Chemie, ist für die Fortschritte in der Nanotechnologie unerlässlich.

Ein Blick in die Zukunft

Mit der rasanten Entwicklung der Nanotechnologie und den innovativen Ansätzen von Unternehmen wie UpNano wird deutlich, dass die Zukunft der Fertigung und Materialwissenschaften in diesen winzigen Dimensionen liegt. Die Möglichkeiten sind schier endlos, und es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologien weiterentwickeln und welchen Einfluss sie auf unsere Welt haben werden. Für weitere Informationen über die neuesten Entwicklungen im Bereich Nanotechnologie und 3D-Druck können Interessierte die Themenseite über den Einsatz der Nanotechnologie beim 3D-Druck besuchen.

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Quellen: WKO, 3D Grenzenlos