Heute ist der 3.06.2026, und in Wien-Leopoldstadt gibt es Grund zur Freude. Der Hafen Wien hat kürzlich beeindruckende Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs von 3,4 Millionen Euro – 2024 waren es noch 58,8 Millionen Euro, 2025 nur 55,4 Millionen Euro – kann das Unternehmen auf ein starkes Betriebsergebnis blicken. Dieses stieg von 9,1 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 10,9 Millionen Euro im Jahr 2025. Das Kerngeschäft mit WienCont bringt es auf 21 Millionen Euro, was auch einen leichten Anstieg im Vergleich zu 2024 darstellt.

Besonders erfreulich ist, dass der Güterumschlag in TEU ebenfalls gewachsen ist. Von 470.000 TEU im Jahr 2024 auf 483.000 TEU im Jahr 2025 – das ist doch mal eine Leistung! Auch die Gesamtumschlagszahlen können sich sehen lassen: 1,29 Millionen Tonnen wurden insgesamt umgeschlagen, was einem Plus von 9,81 Prozent entspricht. Darüber hinaus verzeichnet der Hafen Wien, zusammen mit WienCont, einen Gesamtumschlag von 4,1 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 7,3 Prozent entspricht.

Innovationen und nachhaltige Entwicklungen

Die technische Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer hebt hervor, dass der Hafen Wien nicht nur ein logistisches Zentrum ist, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsmotor für die Region. Rund 200 ansässige Unternehmen mit etwa 5.000 Beschäftigten profitieren von der Infrastruktur. Der Hafen ist sogar größer als Monaco – das ist schon eine Ansage! Zudem wurde im Ölhafen Lobau mit 1.006 be- und entladenen Schiffen eine Umschlagsmenge von 1,02 Millionen Tonnen erreicht, was einen Anstieg von 15,12 Prozent bedeutet.

Ein weiterer spannender Punkt ist die Landgewinnung im Hafen Freudenau, durch die 113.600 Quadratmeter neue Betriebsflächen geschaffen werden. Das Material für diese Landgewinnung stammt sogar vollständig von Wiener Großbaustellen. Und nicht zu vergessen: Der Hafen Wien hat es sich zur Aufgabe gemacht, klimafreundliche Logistik voranzutreiben. Im Jahr 2025 wurden 809 Tonnen CO₂ eingespart, und der Eigenstromanteil liegt aktuell bei 25 Prozent – mit dem Ziel, bis 2026 auf 34 Prozent zu steigen, dank neuer Photovoltaikanlagen.

thinkport VIENNA und die Zukunft

Ein großes Augenmerk liegt auch auf dem Ausbau von „thinkport VIENNA“, der internationalen Innovationsdrehscheibe für Güterlogistik, die 2025 eröffnet wurde. Der Hafen Wien ist damit der erste Innovationshub eines Binnenhafens im Globalen Port Innovators Network. Die Zusammenarbeit mit internationalen Hafenstandorten wie Hamburg, Valencia, Halifax und San Diego zeigt, wie wichtig Vernetzung in der modernen Logistik ist.

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Um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, setzt der Hafen Wien auf emissionsarme Logistik und eine E-Lkw-Infrastruktur. Der Hafen hat bereits Maßnahmen wie den Einsatz von HVO100 bei allen Terminalfahrzeugen seit 2024 und die 100-prozentige Ökostromversorgung am Standort umgesetzt. Diese Schritte sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Stadtentwicklung.

Die Hafenstrategie ist entscheidend: Sie hilft, die verfügbaren Flächen optimal zu nutzen und gibt Orientierung für zukünftige Gütergruppen und Dienstleistungen. Binnenhäfen wie der Hafen Wien sind die Knotenpunkte des kombinierten Verkehrs und sichern die Versorgung der Stadt. Durch strategische Leitlinien können Hafenentwicklungspläne erstellt werden, die die Logistikflächen zukunftssicher gestalten. Das ist nicht nur für die Unternehmen wichtig, sondern auch für die gesamte Region – denn attraktive Flächen mit direktem Wasserzugang sind rar und stehen oft in Konkurrenz zu anderen Nutzungen.

Das alles zeigt: Der Hafen Wien ist mehr als nur ein logistischer Knotenpunkt. Er ist ein lebendiges Beispiel für gelungene Stadtentwicklung, innovative Lösungen und nachhaltige Wirtschaft. Und das alles direkt vor unserer Haustür!