Heute ist der 26.05.2026 und in der Leopoldstadt in Wien hat sich wieder einmal alles um die Kunst der Inklusion gedreht. Die „Inklusive Bühne“, organisiert vom Fonds Soziales Wien (FSW), feierte ihre dritte Auflage, und die Atmosphäre war durchweg elektrisierend. Über 40 Künstler:innen, sowohl mit als auch ohne Behinderung, haben sich zusammengefunden, um in einem bunten Potpourri aus Tanz, Gesang, Sketches und Poesie ihre Talente zu zeigen. Ein wahres Fest der Vielfalt!

Unter den talentierten Akteuren war auch Danijel Marinkovic, besser bekannt als „Herr Mozart“. Mit seiner kraftvollen Darbietung der Ballade „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe zog er die Zuschauer in seinen Bann. Marinkovic, der seit seiner Kindheit singt und die Bühne als sein Zuhause betrachtet, musste für seinen Auftritt nicht viel proben. Im letzten Jahr hat er dirigiert und plant, nächstes Jahr am Klavier zu spielen – ein Multitalent, das man im Auge behalten sollte.

Inklusion und Sichtbarkeit

Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) statt, und es war bereits die dritte Durchführung dieser besonderen Veranstaltung. Hans Lobitzer, der Direktor der Wiener Schule für Sozialberufe, der die Idee zur „Inklusiven Bühne“ ins Leben rief, betonte die Bedeutung der praktischen Umsetzung von Inklusion. Diese Plattform, die aus einem Schulprojekt hervorging, soll den Künstler:innen die Möglichkeit geben, sich künstlerisch zu entfalten und Sichtbarkeit zu erlangen.

Insgesamt gab es zwölf Performances, die jeweils fünf bis sieben Minuten dauerten. Das diesjährige Motto „Zwölf Punkte an die Inklusion“ ist inspiriert vom Eurovision Song Contest und trägt zum festlichen Charakter der Veranstaltung bei. Ein besonderes Highlight war die Auftritt der Special Dance Crew von Jugend am Werk. Sie tanzen seit 2012 und haben mit ihrem leidenschaftlichen Auftritt viel Applaus geerntet. Branislav Zdravkovic, der Leiter der Gruppe, äußerte den Wunsch, auch nächstes Jahr wieder teilzunehmen und die Veranstaltung noch offener zu gestalten, um mehr Menschen einzubeziehen. Ein schöner Gedanke!

Ein Netzwerk für Inklusion

Die Veranstaltung wurde nicht nur von den Künstler:innen selbst, sondern auch von wichtigen Partnern unterstützt. Das „Chancen Nutzen“-Büro des ÖGB und die Partnerorganisation Jugend am Werk haben tatkräftig mitgewirkt. Die Moderation übernahm Andreas Onea, ein Para-Schwimmer, zusammen mit Helena Steiner, einer Absolventin der Schule. Ihre lebendige Art hat zur positiven Stimmung beigetragen.

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Das FSW ist eine Organisation, die rund 15.300 Kund:innen unterstützt und sich für ein selbstbestimmtes Leben einsetzt. Die Veranstaltung ist Teil des Programms „Inklusives Wien 2030“, das darauf abzielt, Inklusion und Teilhabe weiter zu fördern. Mit über 78 Partnerorganisationen arbeitet der FSW kontinuierlich daran, Barrieren abzubauen und Gemeinschaft zu stärken.

Es war ein Abend voller Emotionen, Talente und der Hoffnung auf eine inklusivere Zukunft. Die „Inklusive Bühne“ hat einmal mehr bewiesen, dass Kunst eine kraftvolle Stimme hat, die Brücken bauen kann. Ein herzlicher Dank an alle Beteiligten, die sich für diese wichtige Sache einsetzen und ein Stück weit das Leben vieler Menschen bereichern.