In Wien-Liesing hat sich ein erstaunlicher Kriminalfall entwickelt, der die Stadt in Atem hält. In einer Halle in der Forchheimgasse, die stolze 3.200 m² groß ist – so viel Platz wie acht Tennisplätze – wurde eine professionelle Cannabis-Produktion aufgedeckt. Diese wurde offenbar in einem ehemaligen CBD-Betrieb eingerichtet, um illegalen THC zu produzieren. Die Ermittlungen, die bereits 2019 begannen, wurden durch einen missglückten Tunnelbau ausgelöst, der für Aufsehen sorgte. Am 9. September 2025 schließlich schlugen die Einsatzkräfte zu, darunter die Wiener Staatsanwaltschaft und die WEGA.

Bei dem Zugriff fanden die Beamten eine gewaltige Menge: Rund eine Tonne Cannabiskraut, die auf dem Schwarzmarkt einen Wert von etwa 4,5 Millionen Euro hätte erzielen können. Dazu kamen 1,4 Millionen Euro Bargeld, Gold, diverse Wertgegenstände und sogar gefälschte Ausweise. Ein brisantes Detail: In der Halle fanden die Ermittler auch eine Glock-Pistole. Die Hauptakteure dieser Drogenbande sind drei Wiener Männer im Alter von 42, 46 und 55 Jahren, die sich nicht nur als kriminell, sondern auch als äußerst einfallsreich erwiesen.

Die Verdächtigen und ihre Rollen

Der Haupttäter, ein 42-Jähriger mit juristischer Ausbildung, agierte als Geschäftsführer. Er wurde auf der kroatischen Insel Hvar festgenommen – ein Schauplatz, der für seinen entspannten Lebensstil bekannt ist. Dennoch war sein Leben alles andere als entspannt, als er als Kopf der Operation überführt wurde. Der 55-jährige Verdächtige, der als Verkaufsleiter fungierte, hatte bei seiner Festnahme ein Papiersackerl mit 90.000 Euro in der Tasche – eine summe, die viele ins Staunen versetzen würde. Und dann ist da noch der 46-Jährige, der als Produktionsleiter arbeitete. Mit seinem Spitznamen „Psychonaut“ und seinen 20 Handys war er ein wahres Multitasking-Talent, das täglich bis zu zwölf Stunden in der Halle verbrachte.

Die Situation in der Halle war alles andere als normal. Dort lebten mindestens neun weitere illegale „Gärtner“ aus Serbien und Bosnien, die offensichtlich in der Produktion tätig waren. Die Halle war sogar mit einer Küche und Schlafmöglichkeiten ausgestattet – ein echtes Versteck für die Drogenoperation. Wie eine kleine Gemeinschaft lebten sie und arbeiteten für ihre kriminellen Ziele.

Drogensituation in Österreich

Diese Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle Drogensituation in Österreich. Der „Bericht zur Drogensituation in Österreich“, der jährlich erstellt wird, beleuchtet die Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich illegaler Drogen. Der Drogenbericht 2025, der die epidemiologische Lage von 2024 erfasst, liefert wertvolle Informationen über Drogenmärkte, Drogendelikte und die entsprechenden politischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen. Ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Drogenmissbrauch und -handel.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Diese Informationen sind nicht nur für die Politik und die Behörden von Bedeutung, sondern auch für die Bevölkerung. Die Statistiken und Berichte zeigen, wie ernst die Situation ist – und wie wichtig es ist, weiterhin gegen solche Drogenstrukturen vorzugehen. Die letzten Aktualisierungen der Berichte sind als PDFs verfügbar und bieten Einblicke in die Entwicklungen der vergangenen Jahre. In Anbetracht der jüngsten Enthüllungen in Wien-Liesing könnte man sagen, dass die Drogenkriminalität hierzulande nach wie vor ein ernsthaftes Problem darstellt.