Im Herzen von Wien-Liesing wurde kürzlich die Kunstinstallation „Himmelsgefährte“ des renommierten Künstlers Tone Fink enthüllt. Diese beeindruckende Arbeit, die 2024 in Mischtechnik auf Papier entstanden ist, kombiniert Zeichnung, Schrift und Symbolik, wodurch sie offen für individuelle Interpretationen bleibt. Zu den markanten Elementen des Werkes zählen ein weißes Fluggefieder, ein vergittertes Rothaar-Grünportrait, der Schriftzug „Too tired to die“ sowie menschliche Schatten. Die Veranstaltung fand in Anwesenheit zahlreicher prominenter Gäste statt, darunter der Maler Christian Ludwig Attersee, Opernsänger Clemens Unterreiner, Fernsehmoderatorin Heilwig Pfanzelter, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ). Die Laudatio hielt der Autor Michael Köhlmeier, der die langjährige Freundschaft mit Fink betonte.
Die Installation wurde im Rahmen einer Initiative enthüllt, die darauf abzielt, Kunst und öffentlichen Raum zu verbinden und junge Künstler zu fördern. Ideengeber dieser Aktion ist Rudolf „Purzl“ Klingohr, Gründer der MMC und Interspot Film. Die 200 Quadratmeter große Außenfläche des MMC Studios wird seit jeher als Plattform für kreative Entfaltung genutzt, wobei bereits Künstler wie Christian Ludwig Attersee und Peter Pongratz dort ihre Werke präsentiert haben. Die Kunstinstallation wird bis Ende Juni die Studiomauer der Produktionsgesellschaft schmücken und soll den Dialog zwischen Publikum und Kunst im öffentlichen Raum anregen.
Kunst im öffentlichen Raum und ihre Bedeutung
Die aktuelle Kunstreihe am MMC Haus wird von einer Jury bestehend aus Agnes Husslein, Jutta Winkler, Hannes Pflaum, Peter Coeln und Christian Ludwig Attersee fortgesetzt. Diese Initiative ist besonders relevant, da Kunst- und Kulturschaffende stark von den Corona-Maßnahmen betroffen sind. Der junge Wiener Künstler Florian Köhler hat ebenfalls die Möglichkeit erhalten, seine Installation „La vita è bella“ in diesem Rahmen zu präsentieren. Sein Werk thematisiert die Geburt als Neubeginn und die Schönheit des Lebens.
Die Enthüllung der Kunstinstallation fand im kleinen Kreis statt, unter strengen Abstandsregeln und wurde von Dompfarrer Toni Faber gesegnet. Geladene Gäste waren unter anderem Gerald Bischof, Claudia Suppan, Sergio Barbanti und viele weitere Kunst- und Kulturschaffende, die die Bedeutung solcher Projekte für die Gesellschaft erkennen. Das MMC Haus selbst beherbergt Film- und Videoproduktionshäuser, vermietet Studios und bietet technische Dienstleistungen an, was es zu einem wichtigen Teil der Wiener Kunstszene macht.
Emotionen und Partizipation in der Kunst
Die Auseinandersetzung mit Kunst im öffentlichen Raum ist ein Thema, das häufig diskutiert wird. Cornelia Offergeld hebt hervor, dass Kunst als Blitzableiter für Emotionen dienen kann. Oft werden starke Emotionen, die im öffentlichen Raum ausgelöst werden, von Projektionen beeinflusst, die nichts mit dem Kunstwerk selbst zu tun haben. Offergeld betont zudem die Wichtigkeit von Kommunikation und Vernetzung in der kuratorischen Arbeit, um neue Wege der Partizipation zu fördern.
Geplante Maßnahmen im Bereich der Kunst im öffentlichen Raum umfassen unter anderem flächendeckende Beschilderungen und ein neues Corporate Design, um die Wahrnehmung neuer Kunstprojekte als Bereicherung für die Stadt zu stärken. Initiativen, die mit Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten, könnten das Verständnis und die Wertschätzung für Kunst weiter fördern, wie beispielsweise Workshops, die die historische Kontextualisierung von Kunstwerken erleichtern.
Die Kunstinstallation „Himmelsgefährte“ ist somit nicht nur ein ästhetisches Werk, sondern auch ein Beitrag zu einem lebendigen Dialog über Kunst und deren Rolle in unserem Alltag. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf MeinBezirk und KeyMedia.