Am Freitag, dem 29. Mai, ab 17.00 Uhr, wird in Wien-Margareten ein besonderes Hoffest stattfinden, veranstaltet von der Wiener Straßenzeitung „Augustin“. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Fest, sondern um ein starkes Zeichen für Solidarität und Vielfalt. Das Event richtet sich speziell an Menschen, die von Armut betroffen sind, und bietet eine Plattform, um Gemeinschaft zu erleben und zu feiern.
Das Programm hält einige Highlights bereit. Eine Tanzperformance mit dem Titel „Dancing in the Margins“, choreografiert von Mzamo Nondlwana, wird von Augustinverkäufern dargeboten. Diese Aufführung feiert das 30-jährige Erbe von Augustin als lebendes Archiv von Widerstand, Überleben und Gemeinschaftspflege. Man kann sich auf eine bewegende Darbietung freuen, die mit rohen, fragmentierten Gesten beginnt und sich zu kollektiven Rhythmen und sanften Flüssen entwickelt – das symbolisiert das Wachstum einer Gemeinschaft. Die Performer, darunter Jan Pisar und Esther Omoarukhe, werden die Zuschauer mit ihrer Energie mitreißen. Und hey, die Kostüme sind sogar von @pampelmuse.shop gesponsert!
Ein buntes Programm für alle
Literarische Lesungen von Nadine Kegele, Hubertus September und Anna Maltschnig versprechen einen intellektuellen Genuss, während der Chor Hor 29. novembar musikalische Begleitung bietet. Später wird die Stimmung durch Augustinverkäufer Santos und seine Percussion-Gruppe sowie die DJ-Line von ennüi und zoewhale weiter angeheizt. Das klingt nach einer Mischung aus Freude und Rebellion, die das Publikum zum Mitmachen einlädt!
Natürlich darf das kulinarische Angebot nicht fehlen: Grillerei, ein großes Salatbuffet, hausgemachte Kuchen und erfrischende Getränke stehen bereit, um die Gäste zu verwöhnen. Für die jüngeren Besucher gibt es einen Kindertisch, der speziell für sie gestaltet wurde. Und wer sein Glück versuchen möchte, kann an der Tombola teilnehmen, bei der Preise wie Malereien von Felix Elawure und Modeergebnisse der Augustin Siebdruck-Arbeitsgruppe winken.
Solidarität in Krisenzeiten
Das Hoffest findet in einem Kontext statt, der die Rückkehr des Solidaritätsbegriffs in unserer Gesellschaft widerspiegelt. In Zeiten von Krisen wie der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und ökologischen Herausforderungen wird Solidarität immer wichtiger. Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Fest, sondern auch eine Antwort auf die sozialen und politischen Fragen unserer Zeit. Es wird diskutiert, wie Solidarität gelebt werden kann – in einem Umfeld, das oft von Exklusion geprägt ist.
In dieser Hinsicht zeigt das Hoffest von „Augustin“ die Notwendigkeit, den Solidaritätsbegriff neu zu definieren und die damit verbundenen sozialen Beziehungen zu hinterfragen. Es ist eine Einladung, über die eigene Haltung nachzudenken und sich aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Gemeinschaft zu beteiligen.
So wird der 29. Mai in Wien-Margareten zu einem Tag, der nicht nur Freude und Unterhaltung verspricht, sondern auch tiefere gesellschaftliche Bedeutung trägt. Es bleibt nur zu hoffen, dass viele Menschen kommen und gemeinsam ein Zeichen für Solidarität setzen!
Mehr Informationen zum Hoffest findet ihr auch in diesem Artikel: oe24.at.
