Kampf um die Kliebergasse: Abrissgenehmigung für marodes Gebäude steht auf der Kippe
In der Kliebergasse 11 in Wien-Margareten tut sich etwas. Das alte Gebäude steht seit geraumer Zeit leer und zeigt deutliche Zeichen des Verfalls. Die Fassade bröckelt, und es ist unübersehbar, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Das hat auch den Eigentümer, ein Tochterunternehmen der Da Vinci ProjektentwicklungsgmbH, auf den Plan gerufen. Die Pläne sind ambitioniert: Ein modernes Apartmenthaus mit 28 Wohnungen und 8 Garagenplätzen soll hier entstehen. Doch die Umsetzung dieser Vision bleibt vorerst in der Schwebe.
Seit zwei Jahren kämpft die Da Vinci-Gruppe darum, eine Abbruchgenehmigung für das marode Gebäude zu erhalten. Leider ist die Genehmigung bislang noch nicht erteilt worden. Stattdessen wurde eine Säumnisbeschwerde beim Verwaltungsgericht Wien eingereicht, da sich die zuständige Behörde, die Magistratsabteilung 37 (Baupolizei), mit der Entscheidung Zeit lässt. Dies könnte möglicherweise an den seit 2023 verschärften Kriterien für Abrissgenehmigungen liegen, die das Verfahren zusätzlich erschweren. Die nächste mündliche Verhandlung im Verfahren ist für den 20. Juli angesetzt.
Reparaturaufforderungen und zusätzliche Hürden
Die Situation wird komplizierter, wenn man die jüngsten Entwicklungen betrachtet. Im November 2025 wurden an dem Gebäude Schäden festgestellt, und der Eigentümer wurde zur Reparatur aufgefordert. Doch die Aufforderung blieb unbeantwortet. Daraufhin wurde eine notstandspolizeiliche Maßnahme durchgeführt, deren Kosten dem Eigentümer in Rechnung gestellt wurden. Dieser hat jedoch auch gegen diese Maßnahme Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingelegt. Damit sind die Verfahren über die Reparaturkosten und die Abrissgenehmigung nach wie vor anhängig und sorgen für anhaltende Unsicherheit.
Der Geschäftsführer der Da Vinci-Gruppe äußert sich optimistisch über eine baldige Genehmigung. Schließlich möchte man so schnell wie möglich mit den Bauarbeiten beginnen. Doch die anhaltenden Verzögerungen werfen einen Schatten auf die Pläne. Die Baupolizei hat die Kriterien für Abrissgenehmigungen nicht ohne Grund verschärft. Vielleicht, um den Erhalt historischer Bausubstanz zu fördern? Schließlich ist es in vielen Städten ein heiß diskutiertes Thema, wie mit alten, oft charmanten, aber stark beschädigten Gebäuden umgegangen werden soll.
Stadtentwicklung und öffentliche Diskussion
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Wie sich die Situation in der Kliebergasse weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die Verhandlungen im Verwaltungsgericht könnten entscheidend dafür sein, ob das alte Gebäude bald einem modernen Wohnprojekt weichen muss oder ob es vielleicht doch noch eine Chance auf eine Renovierung gibt. Eines ist sicher: Die Diskussion um Abriss und Erhalt alter Bausubstanz wird in Wien weitergehen.
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