Joachim Losehands bewegende Priesterweihe im Wiener Stephansdom
Am 20. Juni 2026 war es endlich soweit: Joachim Losehand, ein Mann mit einer bewegten Geschichte, wurde im Wiener Stephansdom von Erzbischof Josef Grünwidl zum katholischen Priester geweiht. Losehand, der 1969 in München das Licht der Welt erblickte und seit 1991 in Wien lebt, hat einen etwas anderen Weg eingeschlagen. Zuvor war er nicht nur als Kulturhistoriker und im Bereich Kulturpolitik tätig, sondern hat auch eine politische Karriere hinter sich, die ihn von den Neos über die Klubunabhängigkeit bis zu den Grünen in Mariahilf führte. Ein bunter Lebenslauf, könnte man sagen.
Seine erste Heilige Messe, die Primiz, feierte Losehand in der Kapelle des AKH, einem Ort, der nicht nur für seine medizinische Bedeutung bekannt ist, sondern auch als ein Raum der Hoffnung und des Vertrauens beschrieben wurde. „Wir spüren hier menschliche Grenzen, Ängste und Hoffnungen“, sagte Losehand während seiner Ansprache. Ein eindringlicher Moment! Vertrauen – das war ein zentrales Thema seiner Worte. Auch Ernestine Radlmaier-Mischling, die Teamleiterin der AKH-Seelsorge, teilte interessante Perspektiven über das Erinnerungsvermögen und die Kraft des Glaubens.
Eine feierliche Priesterweihe
Die Priesterweihe selbst war ein großes Ereignis, an dem zahlreiche Gläubige, Priester und Ordensleute teilnahmen. Unter den Anwesenden waren auch prominente Persönlichkeiten wie der Wiener Alterzbischof Christoph Schönborn und die Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovszky. Erzbischof Grünwidl hielt eine eindrucksvolle Predigt, in der er die Weihe als „Sakrament der Immunisierung gegen Klerikalismus“ bezeichnete. Diese Formulierung bleibt im Gedächtnis, denn sie zeigt die Herausforderungen, mit denen die Kirche heute konfrontiert ist.
In seiner Ansprache ermutigte Grünwidl die Weihekandidaten, ihr Gottvertrauen als Fundament für ihren Dienst zu nutzen. Er sprach über die Sorgen der Menschen: Kinder, Gesundheit, Arbeitsplatz, Klimawandel – alles Themen, die uns alle betreffen. „Menschen muss man mögen“, war eine seiner Botschaften, und das ist wohl etwas, das nicht nur für Priester, sondern für uns alle gilt. Die Weihekandidaten, darunter auch Losehand, zeigten ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst vor der versammelten Gemeinde. Ein bewegender Moment, der viele Herzen berührte.
Tradition und Innovation vereint
Der Weiheakt selbst war geprägt von Tradition: Das Auflegen der Hände durch den Erzbischof und die anwesenden Priester, gefolgt von einem Weihegebet, schuf eine Atmosphäre der Ehrfurcht. Während der Allerheiligenlitanei lagen die fünf neuen Priester ausgestreckt am Boden, ein symbolischer Akt der Demut. Die musikalische Gestaltung, unter anderem durch das Vokalensemble St. Stephan und die Wiener Dombläser, verlieh der Feier einen festlichen Rahmen.
Am Ende seiner Primiz spendete Losehand den traditionellen Primizsegen, und sein persönlicher Primizspruch aus dem Johannesevangelium: „Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?“ fasst seine Überzeugung zusammen. Es ist mehr als ein Spruch – es ist ein Bekenntnis. Die Primiz von Joachim Losehand wird sicherlich in Erinnerung bleiben, nicht nur wegen der Feierlichkeiten, sondern auch aufgrund der tiefen Botschaften, die sie vermittelte.
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