Wiener Klima-Himmel: Begrünung für die Volksschule Corneliusgasse startet
In Wien-Mariahilf hat der Bau für das Projekt „Ein Wiener Klima-Himmel für die Volksschule Corneliusgasse“ begonnen. Hier wird nicht nur ein schöner Anblick geschaffen, sondern auch aktiv gegen die Hitze angekämpft! Vor dem Schuleingang wird eine Pergola errichtet, die mit Rankpflanzen bewachsen wird. Diese soll nicht nur Schatten spenden, sondern auch ein kleines grünes Paradies für die Schüler, Eltern, Lehrer und Anwohner darstellen. Ein echter Lichtblick in der oft grauen Schulumgebung.
Die Neugestaltung umfasst neben der Pergola auch Staudenpflanzungen, ein paar bequeme Sitzbänke, einen Trinkhydranten und noch mehr Begrünung. Das Ziel? Einen klimaangepassten Aufenthaltsbereich zu schaffen, der auch bei heißen Temperaturen einladend bleibt. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hebt hervor, wie wichtig schattige Plätze an Schulen sind. Das ist nicht nur für die Schülerinnen und Schüler von Bedeutung, sondern auch für die Eltern und Lehrer. Bezirksvorsteherin Julia Lessacher betont, dass die Pergola eine hervorragende Alternative zu klassischen Bäumen darstellt, da unter dem Vorplatz Leitungen verlaufen. Eine kluge Entscheidung also!
Innovative Lösungen für ein besseres Mikroklima
Das Projekt ist Teil des Forschungsprojekts „Wiener Klima-Himmel„, das innovative Begrünungslösungen für dicht bebaute Stadträume entwickelt. In Städten ist der „Wärmeinseleffekt“ ein großes Problem – versiegelte Flächen und fehlendes Grün tragen dazu bei, dass es immer heißer wird. Gerade in den letzten Jahren haben wir gesehen, dass die Sommer in Deutschland immer heißer werden. Das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Da ist es nur logisch, dass die Stadt Wien jetzt aktiv gegensteuert.
Begrünungen an Dächern, Fassaden und in Gärten sind natürliche Kühlmethoden, die helfen, das Mikroklima zu verbessern, ohne dass man auf Klimaanlagen angewiesen ist. Pflanzen haben den Vorteil, dass sie bis zu 80 % der Sonnenstrahlung abfangen können und die gefühlten Temperaturen deutlich senken. Kletterpflanzen an Rankhilfen schaffen ein isolierendes Luftpolster und verstärken somit den Kühleffekt. Das wird in der Volksschule Corneliusgasse sicher auch der Fall sein, wenn die Pergola erst einmal fertig ist.
Die Herausforderungen des Klimawandels
Doch der Klimawandel bringt auch Herausforderungen mit sich, insbesondere in Städten. Höhere Maximal- und Durchschnittstemperaturen sind nur einige der Probleme, mit denen Kommunen konfrontiert sind. Hitze, Trockenheit und Starkregen sind die neuen Begleiter des urbanen Lebens. Daher sind Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen nicht nur sinnvoll, sondern auch kostengünstige Wege, um sich anzupassen. Ein bisschen mehr Grün in der Stadt verbessert nicht nur die Luftqualität, sondern bietet auch einen Ort der Erholung.
Es gibt viele Wege, wie man die Stadt umweltfreundlicher gestalten kann. Das Entsiegeln von Böden lässt Regenwasser versickern und kühlt die Umgebung. Durchlässige Materialien wie Rasengittersteine oder offenes Pflaster sind ideal für Wege und Stellplätze. Und auch das gezielte Gießen mit gesammeltem Regenwasser ist ein umweltschonender und kostensparender Ansatz. Man muss nur clever sein – nur im Wurzelbereich gießen, am besten morgens oder abends, und ein Tröpfchensystem nutzen. So bleibt alles schön grün und frisch!
Das Projekt an der Volksschule Corneliusgasse ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die begrünten Überdachungen sollen nicht nur Schatten spenden, sondern auch ein kühleres Mikroklima bieten. Wenn wir es schaffen, auch in anderen Bereichen der Stadt solche Initiativen umzusetzen, könnte Wien ein echtes Vorbild für andere Städte werden, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.
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