Die bevorstehenden Veränderungen der Verbindungsbahn in Wien sind so spannend wie ein Krimi! Am 11. Mai 2026 fand eine Pressekonferenz in Wien statt, bei der Vorständin Judith Engel von der ÖBB Infrastruktur und Geschäftsführerin Karin Zipperer vom VOR den Start des Projekts zur Attraktivierung der Verbindungsbahn ankündigten. Nach einem langen Rechtsmittelverfahren von 1.300 Tagen sind nun alle Evaluierungen abgeschlossen und die behördlichen Genehmigungen endlich erteilt – ein echter Lichtblick für Pendler und Anrainer!
Die Hauptarbeiten sollen im September 2026 beginnen. Der Fokus liegt dabei auf dem Nordabschnitt zwischen Wien Hütteldorf und Schrutkagasse. Das Herzstück dieser ersten Bauetappe wird die neue Haltestelle Wien Hietzinger Hauptstraße sein. Diese Haltestelle wird nicht nur für die über 20.000 täglichen Ein- und Aussteiger:innen wichtig sein, sondern auch mit einem Viertelstundentakt der S80 eine attraktive Verbindung bieten. Und das Beste? Die Anrainer:innen dürfen sich auf Lärmschutz, erhöhte Sicherheit und keine Wartezeiten mehr an geschlossenen Eisenbahnkreuzungen freuen!
Vorbereitungen und Bauarbeiten
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Hier wird nicht nur Bewuchs entfernt, sondern auch nach geschützten Arten gesucht, was die Sensibilität des Projekts unterstreicht. Die Haltestelle Wien Hietzinger Hauptstraße soll bis Ende 2029 in Betrieb gehen. Die Trasse wird in Hochlage errichtet, und die Eisenbahnkreuzungen Auhofstraße sowie Hietzinger Hauptstraße werden aufgelassen – ein echter Gewinn für die Verkehrssicherheit. Barrierefreie Querungen durch Straßenunterführungen sind ebenfalls geplant, was den Zugang für alle erleichtert.
Die Modernisierung und Verlegung der Haltestelle Wien Speising sorgt dafür, dass auch hier ein barrierefreier Zugang möglich ist. Und für die Fußgänger:innen und Radfahrer:innen werden ebenfalls Unterführungen geschaffen. So gibt’s keinen Grund mehr, sich über lange Wartezeiten an Schranken zu ärgern. Aktuell sind diese durchschnittlich 15 bis 20 Minuten pro Stunde geschlossen, was bei einem 15-Minuten-Takt der S-Bahn zu Wartezeiten von 30-40 Minuten führen würde – ein echtes Ärgernis!
Fahrplanänderungen und Ersatzverkehr
Die Fahrpläne werden sich ebenfalls ändern. Vom 04. Juli bis 06. September 2026 wird es eine Änderung für die S80 im Abschnitt zwischen Wien Aspern und Wien Meidling geben. Für die Zeit der Bauarbeiten wird ein Ersatzangebot mit Bussen im Halbstundentakt zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling bereitgestellt. Ab dem 07. September 2026 wird der Schienenersatzverkehr sogar auf einen 15-Minuten-Takt an Werktagen verdichtet – eine willkommene Erleichterung für alle Pendler!
Langfristig wird die Attraktivierung der Verbindungsbahn auch einen direkten Zugang zur Innenstadt ermöglichen. Die Strecke verläuft von Wien Hütteldorf über Wien Meidling und den Hauptbahnhof bis zur Seestadt Aspern. Damit wird eine attraktive West-Ost-Verbindung geschaffen, die mit allen fünf Wiener U-Bahnlinien verknüpft ist. Über 400 überdachte Fahrradabstellplätze werden ebenfalls entstehen, was den Umstieg auf andere Verkehrsmittel erleichtert.
Barrierefreiheit in Wien
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Barrierefreiheit gelegt. Alle neuen U-Bahn-Züge sind bereits mit automatischen Klapprampen ausgestattet, und das taktile Orientierungssystem sorgt dafür, dass auch blinde und sehbehinderte Personen sich besser zurechtfinden können. Rampen, Aufzüge und Fahrbahnerhöhungen gleichen Höhenunterschiede aus, sodass alle U-Bahn-Stationen und die meisten Haltestellen von Straßenbahn und Bus in Wien barrierefrei erreichbar sind. Informationen werden nicht nur im Internet, sondern auch über digitale Anzeigetafeln und die WienMobil App bereitgestellt.
Die Attraktivierung der Verbindungsbahn ist also nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein Schritt in die Zukunft der barrierefreien Mobilität. Wenn alles gut geht, wird der Viertelstundentakt der S80 erst 2036 nach Abschluss aller Arbeiten möglich sein. Bis dahin dürfen wir gespannt sein, wie sich Wien in den kommenden Jahren entwickeln wird. Zur vollständigen Pressemitteilung gibt es hier mehr Informationen.
