In Wien-Meidling, genauer gesagt auf dem Sportplatz in der Oswaldgasse, bereitet sich das Champions-Team der SC Wiener Viktoria mit viel Enthusiasmus auf die bevorstehenden Special Olympics vor. Die Vorfreude ist spürbar, denn die Spiele beginnen schon am Donnerstag, den 25. Juni. Trainer Wolfgang Krutak und Roland Leitner leiten die wöchentlichen Trainingseinheiten und stellen sicher, dass jedes Teammitglied die Chance hat, seine Fähigkeiten zu verbessern. Es ist ein Ort, an dem das Miteinander und die Liebe zum Fußball im Vordergrund stehen. Spieler werden in Teams eingeteilt, um verschiedene Übungen zu absolvieren: Pässe, Spielzüge und Torschüsse stehen auf dem Programm. Ein besonderes Highlight jeder Einheit ist das Elfmeterschießen, das die Begeisterung für den Sport zusätzlich anheizt.
Das Training wurde ursprünglich 2021 als Freizeitangebot gestartet und hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Alltag der Teilnehmer entwickelt. Es ist nicht nur ein Ort der sportlichen Betätigung, sondern auch ein Raum, in dem Freundschaften entstehen und das Gemeinschaftsgefühl wächst. Die SC Wiener Viktoria kooperiert hierbei mit „Jugend am Werk“, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zum Fußballspielen zu bieten. Die intensive Vorbereitung des Teams aus Meidling zeigt, wie wichtig es ist, Barrieren abzubauen und Inklusion in der Sportwelt zu fördern. Hier wird nicht nur die sportliche Leistung trainiert, sondern auch das soziale Miteinander gestärkt.
Inklusion im Sport
Die Bedeutung von Inklusion im Sport wird auch durch die Ergebnisse des zweiten Forschungsberichts „Mittendrin statt nur dabei“ unterstrichen, der Daten von über 1.185 Menschen mit Behinderungen präsentiert. Gesundheit, Spaß und Stressabbau sind die Hauptgründe, warum sich Menschen mit Beeinträchtigungen sportlich betätigen. Diese Erkenntnisse sind besonders relevant für Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die oft Unterstützung benötigen, um ihren Klienten den Zugang zu sportlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Fach- und Assistenzkräfte spielen hierbei eine zentrale Rolle, indem sie Sport- und Bewegungsangebote umsetzen und anpassen.
Die Special Olympics haben in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit auf die sozialen und integrativen Aspekte des Wettbewerbs gelenkt. Laut dem Bericht sind etwa 62,5 Prozent der Menschen mit Behinderungen sportlich aktiv, was zeigt, dass die Leidenschaft für Bewegung und Sport weit verbreitet ist. Doch es gibt auch Hindernisse, die es zu überwinden gilt: Gesundheitszustand, Zeitmangel und finanzielle Einschränkungen stehen vielen im Weg. Hier kann die Medienberichterstattung über Behindertensport – auch wenn sie uneinheitlich ist – eine wichtige Rolle spielen, um mehr Menschen zu erreichen und auf die Angebote aufmerksam zu machen.
Das Champions-Team der SC Wiener Viktoria ist somit nicht nur ein Beispiel für sportliche Aktivität, sondern auch ein Symbol für die positive Entwicklung der Inklusion im Sport. Während die Vorbereitungen für die Special Olympics weitergehen, zeigt sich, dass es um viel mehr als nur den Wettkampf geht. Es geht um Gemeinschaft, Freude und das gemeinsame Erleben von Sport. Und wer weiß – vielleicht wird das Team aus Meidling bei den kommenden Wettbewerben nicht nur als Teilnehmer, sondern auch als Botschafter für Inklusion und Zusammenhalt in der Sportwelt wahrgenommen.
